Filmkritik: "Flight"

Ganz netter Denzel Washington Streifen an dem mich so einiges stört. Denzel spielt in diesem Film einen Piloten. Man sieht in aufstehen und Drogen konsumieren. Dann steigt er ins Flugzeug. Die Maschine hat ein kleines ("wir werden alle sterben!") technisches Problem  - aber Denzel rettet einen Grossteil der Passagiere in einer grandiosen (Crash)Notlandung.

Denzel landet im Krankenhaus, nimmt lustig weiter Drogen und es kommt zu einer Verhandlung. Dies war jetzt kein Spoiler.

Dieser Film bleibt (nach der Notlandung) relativ Action-frei. Nur für "Geniesser", die Denzels schauspielerische Leistung schätzen möchten, zu empfehlen.


/* Spoiler - Kritik - Aussage - Rückenflug */

Ist der Rückenflug überhaupt möglich? Wühlt man in der Wikipedia, so scheint es zumindest plausibel zu sein. Mit Problemen allerdings. Schmierung und Treibstoffzufuhr müssen für diesen Zustand vorgesehen sein. Soweit mein Gedächtnis reicht, wird diesem Umstand im Film sogar entsprochen. Es gibt recht schnell Probleme mit den Motoren. Es gibt einen realen Fall  bei dem das zumindest versucht wurde. Dieser endete aber in einer Katastrophe.

Nun aber zu meinem Hauptproblem mit dem Streifen: Der Film war nicht spannend. Am Ende des Tages fragte ich mich, was das alles sollte: Der Pilot ist die ganze Zeit überzeugt, dass er der einzige sei, der die Leute retten konnte (das Gegenteil lässt sich nicht beweisen).  Am Ende (vor dem Untersuchungsausschuss) übermannen ihn dann "zu viele" Lügen ("Eine Frage der Ehre"?) .Er sagt die Wahrheit, was ihn ins Gefängnis bringt.

Aber was wollte uns der Autor mit diesem Film sagen? Unter Drogeneinfluss kommt man auf tolle Ideen (Flugzeug auf den Kopf stellen und weiterfliegen) und rettet Menschenleben? Naivlinge könnten diesen Schluss ziehen - und das passt mir so nicht, denn in Extremsituationen wird die objektive Entscheidungsfähigkeit in Mitleidenschaft gezogen. Fliegen unter Drogen geht gar nicht.