Filmkritik: "Zero Dark Thirty"

0:30 oder "Zero Dark Thirty" kennzeichnet den Zeitpunkt an dem die Operation zur Tötung Osama Bin Ladins gestartet wurde. Ein spannender Film, der trotz 157 Minuten Laufzeit nicht langweilig wird.

Das Drehbuch baut einen (fiktionalen) roten Faden um die - aus der Nachrichtenlage - bekannten Fakten: Wir begleiten eine Agentin auf ihrem Weg. Sie lernt verschiedene Foltermethoden kennen, beginnt Verhöre zu führen und Fakten zu sammeln. Die Jagd nach Bin Ladin wird ihr Lebensziel.

Der Film mag an einigen Stellen mit seiner Offenheit schockieren, aber er zelebriert die Gewalt nicht der Gewalt willen. Wenn die Navy Seals noch einmal "nachschiessen", um den Tot des Ziels sicherzustellen, mag uns das wenig heroisch erscheinen - das hat Realität leider manchmal an sich.

Kein Familienfilm - aber eine klare Empfehlung: Ein Film, den ich "Argo" klar vorziehen würde.

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Mir gefiel das Ende: "Sie" ist vollkommen leer. Sie weiss nicht mehr wohin. Das Ziel ihrer letzten 10 Jahre Arbeit ist erreicht und jetzt sitzt sie allein im Flugzeug.

Eine DMax Doku fasst die "Operation Geronimo" etwas nüchterner zusammen. Ich würde diese Doku nach dem Film gucken (nicht vorher).