Filmkritik: "Agent Hamilton"

Die Schweden haben hier einen recht anschaubaren Agentenfilm gebastelt, der von mir sehr gute Noten für "Drehbuch, Handlung" und gute Noten für "schauspielerische Leistung und Glaubwürdigkeit" bekommt.

Agent Hamilton ist hart und direkt. Er will kein Bond sein, das lässt das sehr gute Drehbuch schon sehr schnell durchblicken. Der Film ergiest sich nicht in sinnlosen Blutorgien, aber er zeigt Gewalt durchaus detailreich und unverblühmt. Eben in der typisch trockenen "schwedischen" Erzählweise.

Kein Film, der einen aufgrund der Effekte oder der Situationskomik vom Sitz reist (der Streifen nimmt sich sehr ernst und das ist auch gut so).

Für  mich ein gut anschaubarer Actionfilm mit einem ungewöhnlichen Hauptdarsteller. Es gibt einen zweiten Teil... doch dazu später mehr in diesem Theater....

...mehr im Spoilerbereich hinter dem Trailer.

/* Spoiler - Interpretation - Handlung und Ende */

Anfangs schockiert der Film. Die Trockenheit, mit der er seine Freundin aus Versehen tötet, ist man nicht gewohnt. Doch die Kaltschnäutzigkeit mit der zunächst die Spuren beseitigt scheint gewollt. Hier wird ein Mensch dargestellt, der auf eine bestimmt Art wie eine Maschine funktioniert. Planvoll und logisch.

Die Handlung macht absolut Sinn: der "Verräter" ist eine Gefahr für die Sicherheitsfirma geworden. Er deutet an, dass die Ministerin eingeweiht wurde. Deshalb muss sie einem "Anschlag" zum Opfer fallen, der gleichzeitig die Terrorangst schürt und damit der Sicherheitsfirma (hat da jemand an "Blackwater" gedacht?) wieder gute Geschäfte beschert.