Filmkritik: "Alles Routine" (O: Office Space 1999)

Peter Gibbons und seine Kollegen haben nicht wirklich Spass in ihrem Job. Diese Motivationslücke wird auch nicht nachhaltig gesteigert als ein Unternehmensberater in die Firma beordert wird und anfängt, zeitnah die Sinnlosigkeit einiger Arbeitsprozesse aufzudecken.

Kurz vor diesem Interview erfährt Peter eine quasi spirituelle Erleuchtung. Fortan geht er offen mit seinem Arbeitsunwillen um und wird in der Folge befördert. Vollkommen im Bewusstsein der Belanglosigkeit seines Büroalltags versucht er seine Kollegen zu überreden, die Firma zu betrügen. Denn sie alle möchten nie wieder arbeiten.

Dieser Film stürzt mein Dogma, dass Filme mit Jennifer Aniston nie das Plastik wert sind in das sie gepresst wurden. Vielmehr glänzt dieser mit einigen umwerfenden Dialogszenen, bei denen Jennifer aber selten beteiligt ist. In Wahrheit spielt sie hier nur eine Nebenrolle - was den Film wohl gerettet hat.

Eine - wie ich finde - kleine, nette Hackerkomödie mit spitzer Zunge konzipiert und viel Bösartigkeit im Detail. Technisch wenig aufwendig inszeniert, dafür geben die Schauspieler alles (bis auf Jennifer - sie wird immer nur "Friend" sein).

Empfohlen wurde der Film in Chaos Radio Express 202 (Link)

Varianten des Themas: "Company Men" (ohne "Hacker"Anteil).