Filmkritik: "Die Croods"

"Die Croods" - ein semiwitziger Abklatsch der "Ice Age" Reihe versuchen sich im hart umkämpften Lager der gesamtfamilientauglichen Filme einen Platz zu ergattern.

Die Croods sind quasi eine Otto-Normal-Steinzeitfamilie. Sie fürchten sich vor Neuem, haben ein paar Kinder und eine Art "S.W.A.T. Team" in Form eines Killerbabys. Ähnlichkeiten mit den Feursteins scheinen kaum zufällig und voll beabsichtigt.  

Die beschauliche Welt der 3D-Bilderbuchfamilie wird empfindlich gestört als ihre Welt sich zu verändern beginnt und ihre Tochter sich für einen Jungen interessiert, der das Feuer erfunden zu haben scheint. Mr Crood mag das gar nicht (das Feuer, den Jungen und - wie gesagt - alles Neue) und es ist klar, wie es weitergeht. 

Großartige Unterhaltung - für alle unter 14. Die Synchronisation wirkt lustlos. Die Anfangs-Jagdsequenz wird in ihrer Ideenlosigkeit nur durch den ambitionslosen Soundtrack unterboten - wohl jedes Jump´n´Run Spiel unterhält  mit einer besseren Soundkulisse.

Die Ideen (und die Figuren) erscheinen ausnahmslos schlechte geklaut. Die trottelige Oma sahen wir beispielsweise in Ice Age, das Brutalo Baby bei den "Feuersteins".

Der Film mag in 3D besser funktionieren (gesehen in Deutsch und 2D), aber das sagt auch schon eine Menge aus: Die Optik wirkt wie eine Mischung aus "Avatar", "Up" und "Alice im Wunderland" - auf LSD. 

Wenn man den Ton abstellt, mögen in der 3D Version einige dieser Sequenzen wirklich visuell beeindrucken, ich war nach einer Stunde schon genervt vom Steinzeit-Weltuntergangsszenario.  

Es mag an mir liegen, dass ich langsam dieser weichgespülten Kinderfilme überdrüssig bin. Sicher gut geeignet für einen Kindergeburtstag. 

Alternativ würde ich lieber "Ice Age I", "Ralph reichts" oder "Ronal der Barbar" gucken.