Filmkritik: "Kickass 2"

Kick-Ass 2 (frei übersetzt: "der zweite Arschtritt") führt die Handlung des genialen ersten Teils konsequent weiter. Der Zauber des Neuen scheint allerdings verflogen; mag sich der Film zwar redlich Mühe geben, er bleibt eben aber nur ein zweiter Teil mit knapp dem halben Unterhaltungswert des ersten.

Die Handlung. 

HitGirl geht zur Schule, Kick-Ass auch. Beide kämpfen sie mit etwas Mitschülern und viel Pubertät. Natürlich gibt es auch noch einen Bösen (der "Motherfucker"), der eigentlich nur von seiner Identitätsfindung nach dem Verlust des Vaters und seinen Komplexen gesteuert scheint.

Stoff für eine grottige Highschool Komödie oder gar eine Fortsetzung, die den ersten Teil kräftig in den Hintern tritt?

 
Das Urteil
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Keines von beiden. Kick-Ass 2 bleibt leider nur ein mittelmässiger zweiter Teil, der die Ideen des ersten aufgreift aber nichts wirklich Neues beisteuert.

Hitgirl wirkt älter und zahmer, Kick-Ass langweiliger und Superbösewicht "Motherfucker" wie ein überzüchteter, mit Langeweile übergossener Pudel im Lackoutfit.

Das alles kann aber durchaus erträglich unterhalten.  Man hat einfach zu viel aus dem ersten Teil kopiert und zwischendurch nervt auch die mäßige Tricktechnik gepaart mit uninteressanter Handlung (die Auto-Fahr-und-Schiess-und-Prügel-Szene beeindruckte nur durch den irrealen Look und weniger durch Spannung).

Während der erste Teil die Schwelle zwischen infantilem Quatsch, genialem Unsinn und einem Hauch Tarantino exakt hielt, ist dieser Teil schon einen Schritt weiter (aber in die falsche Richtung) - man denke nur an die "Dauerbrechszene" in der Schule.

Ich empfehle den Film für Hardcore Fans des ersten Teils. Am besten nach 3 Bier.