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LED Komplettset: EC Technology SMD LED Streifen inklusive Fernbedienung

Für Schnell-Leser (tl;dr):

  • RGB LED Streifen; beliebige Farben programmierbar. Reines "Weiss" ziemlich bläulich.

  • Wasserdicht (nur der LED Stripe).

  • Infrarot Fernebedienung (Funk wäre praktischer).

  • Leicht zerstörbarer Controller (Treiber nicht abgesichert gegen Kurzschluss).

  • Netzteil erträglich (12V/3A).

Das Komplett Set kam im übersichtlichen Karton dahergepostelt. Anfangs roch die durchsichtige Schutzschicht auf den LED Streifen etwas. Das hat sich nach kurzem Betrieb gegeben.

Funktion:

Die rot-grün-blauen LEDs ermöglichen die Darstellung aller denkbaren Farben. Der Streifen besteht aus Segmenten, die jeweils nach 3 LEDs abgeschnitten werden können. Der Anschluss erfolgt über ein beiliegendes Netzteil (12V/3A = 36W maximal), das mit einem kleinen Controller Kästchen verbunden wird. Aus dem Kästchen ragt der LED Anschluss und ein Infrarot Sensor. Das Anschlusskabel passt mit einem Stiftadapter an den LED Streifen. Ein kleiner Pfeil markiert die Polung. Per Fernbedienung lassen sich verschiedene Farben und Programme wählen. Leider bleibt infrarot hier nur die zweite Wahl. Besser arbeiten Funk Systeme, da sie gleichzeitig mehrere Empfänger im Raum ansteuern können ohne auf Sichtkontakt angewiesen zu sein.

Das Licht

Die Stärke (also die abgestrahlten Lumen) kann ich ohne Messgeräte nicht bestimmen. Als ganz grobe (schrecklich ungenaue) Richtgröße halte ich fest, dass der Streifen einen Raum erhellen kann, den sonst eine 60W Halogen-Glühbirne erhellt. 

Die Lichtfarbe (im "weiss" Modus) halte ich für wenig wohnraumtauglich. Während meine LED Spots vom Weissabgleich meiner DSLR mit etwa 2700K ("warmweiss" = angenehm) bewertet werden, erscheinen diese LEDs mit der 2700er Einstellung (auf dem Foto) sehr blau (Bild oben rechts). Wer richtig weisses Licht will, sollte auch weisse LEDs kaufen. Ich denke das Problem liegt in der fehlenden Abstimmung der drei Farben. Das Steuergerät erlaubt nur eine Einstellung in 8 Stufen (PWM Ansteuerung). Ein genauer Abgleich der drei Farben bleibt damit unmöglich. Irritiert zeigt das Oszi bei voller Helligkeit nur eine Ansteuerung von 90% an. Dies könnte auf einfache Schlamperei oder eine Eigenheit des verwendeten LED Stfreiens zurückzuführen sein (was ohne Datenblatt der verwendeten LEDs nicht beantwortet werden kann).

LED Ansteuerung bei maximaler Helligkeit (90% PWM).

 

Das folgende Bild zeigt vergössert den Aufbau der LED. Deutlich erkennt man die drei Farb-Punkte, die sich ein Gehäuse teilen.

 

Zerlegt - der Controller

Leider arbeitete das Steuergerät nach kurzer Quälerei nicht mehr einwandfrei. Ein paar Kurzschlüsse an den Ausgängen reichten und der LED Stripe brachte "Dauer-Grün". Die Ansteuerung (auf der Platine links) muss wohl ohne Schutzschaltung auskommen und so wurden die Transistoren wohl in den ewigen Halbleiterhimmel geschickt.

Auf der Platine sitzt etwa mittig / oben ein billiger Atmel Microcontroller (der wohl die Ansteuerung übernimmt). Die freie Lötstellte rechts / mittig sollte dem Stiftstecker des Stromanschlusses Stabilität verleihen. Sie fiel wohl dem Rotstift zum Opfer (oder jemand hat beim Löten geschlampt). Die Diode rechts unten soll wohl der Verpolsicherheit dienen. Ob sie die Kraft eines 36W Netzteiles ableiten kann, erscheint mir fraglich.

 

Zerlegt - die Stromversorgung

Die Neugier greift mit ihrer kalten Hand nach der Säge: Wie sieht wohl das Netzteil von Innen aus?

Die Platine des Netzteils (YH-1203) stammt von Puzom.

Auf den ersten Blick wirkt das Netzteil eher schlampig. Der primäre Elko sitzt schief und reitet eher widerwillig auf einem Kleberbatzerl. Wenigstens wurde ein voller Brückengleichrichter - diskret in Dioden aufgebaut (*1) - und eine Sicherung (*2) spendiert. Dickes Minus bei der Entstörung (*3), denn die entsprechenden Bauelemente blieben unbestückt beziehungsweise gebrückt. 

Bei der elektrischen Sicherheit wurde wenigstens ein gewisser Mindestaufwand getrieben. Betrachtet man die Platine von unten (Netzspannung kommt von rechts *4) - fallen einige Ausfräsungen auf. Beispielsweise wird die minimale Kriechstrecke zwischen Hoch-und Niedervoltteil (*5) und zwischen den Anschlüssen der Sicherung erhöht.

Alles in allem ein Netzteil, das mich nicht begeistert, aber auch nicht notwendigerweise gleich in Flammen aufgehen muss.

 

Seitenansicht (die "Krümel" stammen vom Zersägen)