LED Decken Einbaustrahler 6W Auralum

Ein LED DEckeneinbaustrahler von Auralum liegt auf dem Tisch...

 

 

 

 

 

 

Bildquelle: Amazon
 
 

 

Positiv:

  • günstig
  • angenehme Lichtfarbe (etwa 3000K - "warmweiss")
  • gleichmäßige Ausleuchtung

Negativ:

  • Stromversorgung sehr schlampig aufgebaut
  • Nur ca. 4,7W (*1) werden intern an die LED "geliefert".

 

Die Lichtquelle

Schön warme Lichtfarbe (bei meiner Messung etwa 3000K, was die angegebenen 2700k bestätigt) und gleichmäßig ausgeleuchtet. Lichtstärke entspricht in etwa die Stärke einer 40W Halogen Lampe (das ist eine unglaublich ungenaue Schätzung - der Vergleich bezieht sich auf eine bei mir hinter Milchglas verbaute "ähnliche" Leuchte).

Schrauben wir das Teil einmal auf:

Technische Daten auf der Strahler-Rückseite

Ohne Rückdeckel...

Nachdem sich der Metalldeckel (Pluspunkt für Kühlung) hebt, werden die konstruktiven Details sichtbar. Am Rande klebt ein LED Streifen, der in eine Art Lichtleitplatte einstrahlt (und schon ein Abzug, denn richtig abgeleitet wird die Hitze hier wohl nur ansatzweise).

Die Diffusorscheibe

Die Lichtleitplatte wiederum strahlt in eine weitere Diffusorplatte ein. Die Lampe selbst enthält nur die LEDs - keine Regelelektronik. Dies erklärt, warum ich mit einem Labornetzgerät bei 10V (siehe Aufdruck auf der Leuchte weiter oben!) keine Reaktion erzeugen konnte. Erst wenn die Mindestspannung aller LEDs überschritten wird, fängt dieses Teil zu leuchten an. Somit kann nie ein anderes Netzteil verbaut werden (dieses hier scheint speziell abgestimmt für genau jene Leuchte).

Gebogene LEDs am Rand strahlen in die Verteilerscheibe seitlich ein.

Die Lichtabgabe wirkt im Alltag sehr gleichmäßig (im Foto wurde der Kontrast künstlich angehoben).

Ausleuchtung: Recht gleichmässig (Kontrast angehoben)

Zerlegt - die Stromversorgung 

Die Anschlußdrähte netzseitig irritieren (hier im Bild nachträglich weiter abisoliert). Ich hätte saubere Adernendhülsen erwartet. Verzinnte Adern (wie hier) sind wohl nicht explizit verboten, hinterlassen aber einen eher "billigen" Eindruck.

Verlötete Adernenden...

Laut Kennzeichnung sollte das Gerät CE konform gefertigt sein. Andere Prüfzeichen fehlen. Das Netzteil ist kurzschlussfest.

Die Zugentlastung (hier Netz Seite) hebelt sich selbst aus. Die Adern berühren die Zacken nicht einmal. Schlampig.

Die Platine beeindruckt. Aber nicht positiv. Das ganze klebt auf einem Bröckerl Schaumstoff. Wenigstens wurde eine Sicherung verbaut und die Sicherheits-Mindestabstände eingehalten. Dafür gibt es keinen Feedback zwischen Sekundär und Primärkreis. 

Etwas geschockt messe ich nach: Das TrueRMS Messgerät zeigt beinahe punktgenau 300mA (sehr gut!). Die Spannung oszilliert mit etwa 57kHz. Das Flimmern dürfte niemand sehen (nicht täuschen lassen: die Spannung oszilliert genau um die Betriebsspannung der LEDs - auch wenn die relative Amplitude gering aussieht!).

(1*) Edit 16.01.2015: Wie Heiko richtig bemerkte (und mir entging) ergeben die obigen Daten etwa 4,7W Leistung und nicht 6W!

Spannung aN den LEDS: 57 Khz Takt

Im Detail fallen immer mehr Schlampereien auf: Lötbatzen auf dem Kondensatorgehäuse und hochgebogene IC Beinchen künden nicht von einem hohen Qualitätsverständnis. Wenigstens hat sich jemand um die Kriechstrecken Sorgen gemacht und eine Einfräsung spendiert.

Lötbatzerl, wo sie nicht hingehören.

Hochgebogene IC Beinchen - was soll das denn werden?

Zwischen Primär und Sekundärteil gibts wenigstens eine Kriechstrecke.

Am Ende: Der "Trafo" überlebt -wider Erwarten- völlig problemlos einen Dauerkurzschluss (0,4A Strom werden angezeigt) ohne messbare Gehäuse-Erwärmung eine Stunde lang.

Ich persönlich habe Bauchschmerzen, wenn ich mir das Design und die Realisierung anschaue. Die Technik scheint aber stimmig aufeinander abgestimmt zu sein.


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