Fenster "Putz" Robot Sichler Hobot 188

Ein wenig ungläubig gespannt war ich ja schon. Ein Fenster Putz Roboter für gut 300 Euro beim Pearl Versand. Ich kämpfe bei solchen Gerätchen immer mit Misstrauen. Aber es war ja nicht für mich und der "Kunde" wollte es unbedingt probieren.

Ausgepackt und verwundert...

Viel Zeit für einen Test stand leider nicht zur Verfügung, da die Rücksendefrist an eben diesem Tag abzulaufen drohte. Folglich galt es die Aufgabe zu lösen, möglichst schnell die Tauglichkeit (oder Untauglichkeit) der Maschine festzustellen:

Die Anleitung scheint gut für manche Überraschung. Das Gerät darf nur mit angeschlossenem Netzteil (Verlängerungskabel liegt bei) betrieben werden (der eingebaute Akku hält nur während kurzer Spannungsausfälle das Teil an der Scheibe). Es reinigt quasi ohne Flüssigkeit (also es trägt keinen eigenen Vorrat an Reinigungsmitteln mit sich herum) und sollte permanent an einer Sicherungsleine verankert werden. Achso: Bitte die Scheibe vorher vom ärgstem Schmutz befreien - aber zu glatt sollte sie auch nicht sein! Jedenfalls sagt das der nachfolgende Ausschnitt aus dem Handbuch aus (bei dem wohl der Lektor vor der Endabnahme gepennt hat).

Quelle: Anleitung Hobot 188

 

Ausprobiert

"Nummer 5 gibt nicht auf" - das Ding pappt wirklich lautstark Unterdruck erzeugend an der Scheibe während ich (wie ein Idiot hinter dem Ding herwackelnd) die Sicherheitsleine halte, damit das gute Stück nicht plötzlich abstürzt. Das Dingens saugt sich fest, eine Bürste rotiert vor sich hin und bewegt sich mit Hilfe der anderen weiter fort. Faszinierend und irgendwie drollig. Und das alles nur mit Mikrofaser-Wischelei. Das Teil arbeitet sich langsam und lauf - die Oberfläche polierend - an der Scheibe entlang. Wir hatten nicht die Zeit und Geduld, die Reinigungswirkung zu testen (wer hat Lust, minutenlang mit der Sicherheits-Anti-Absturz-Leine in der Hand neben dem Fenster zu stehen?).

Irgendwie oszillierte unser aller Meinung zwischen Amusement über die Sinnlosigkeit dieses Geräts (in der Zeit hätte ich die Scheibe schon "richtig" geputzt) und der gefühlten Frechheit so etwas im freien Handel anzubieten:

In meinem "Testhaushalt" verfügte kein Fenster über irgendeine Möglichkeit, die Anti-Absturz-Leine zu befestigen. Also bleibt man neben dem Wunderwerk der Technik stehen und hält das Schnürl fest. Wie bescheuert. Oder der Heimwerker erschafft ein extra Gestell rund um den lärmenden Fenster-Kobold. Ja klar. Und wie soll das Teil eigentlich in die Ecken kommen?

Wir packen den teuren Plastikhaufen zurück in den Karton.

 

Urteil

Ich kann beim allerbesten Willen nicht den geringsten Vorteil dieses Geräts feststellen. Eine gut/schlecht Liste erübrigt sich. Meiner Meinung nach ist der Hobot Fernsterpolier Roboter eine vollkommen sinnfreie Maschine.

Aber ich möchte fair bleiben. Das Teil ist kein einziges Mal abgestürzt, hat niemanden verletzt und auch kein Fenster zerstört. Und gelacht haben wir auch.

 

 


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