Test: Ugreen 4 fach USB 3 Hub

USB Anschlüsse hat man ja immer zu wenig. Wir kennen das. So richtig neu und überraschend wird die dahinterliegende Technik auch meist nicht sein. Und in der Regel trifft man nach dem Öffnen auch immer wieder "alte Bekannte" auf der Platine an. Mal sehen, wie sich der USB 3.0 Hub von UGreen schlägt

Viel mehr kommt auch nicht aus der niedlichen Verpackung gekrochen....

Buchse für externe Spannungsversorgung

Buchse für externe Spannungsversorgung


Für Schnell Leser (tl;dr)

  • 4 Ports. Blaue LED als Betriebsanzeige.
  • Als Hub ohne Zusatzversorung: Funktioniert einwandfrei (ganz gute Datenrate von ca. 320 MB/s).
  • Bei Betrieb mit Zusatznetzteil (nicht im Lieferumfang): einwandfreies Verhalten -keine Spannungsrückspeisung über USB Anschluss (siehe Fussnote *1). Allerdings verwundert hier die etwas seltsame Absicherung der Portgruppen.
     

Links auf andere Geräte dieser Art, die ich getestet habe:

  • Avantek 7 Port Hub (Link)
  • Freegene 4 Port Hub (Link)
  • Allreli 7 Port Hub (Link)
  • Anker 4 Port Hub (Linik)

Messungen

Das Testszenario entspricht meinen anderen Aufbauten (zur Hardware siehe meinen Beitrag hier). Im ersten Anlauf hängen zwei SSDs über eigen versorgte BIGTec USB Docks (max 270 MB/s) und eine WD Platte ohne eigene Stromversorgung am Hub. Der Benchmark zeigt, wie der Hub seine persönliche Sättigung (von ca. 320 MB/s) erreicht (ca. 500 MB/s wären maximal möglich bei USB 3.0). Der Test wurde zweimal wiederholt. Die Ergebnisse weichen wenig ab.

Im zweiten Durchlauf hängen nur die beiden SSDs am Hub. Auch hier läuft die Datenrate gegen etwa 310MB/s.

 

*1 Fußnote zum Test auf "USB Rückspeisung"

Die c´t hat im Heft 18/14 (Link) darüber berichtet: Aktiv versorgte USB Geräte (also solche mit eigenem Netzteil) können über die USB Buchse "illegalerweise" den übergeordneten PC mit Strom versorgen. Dieses Verhalten ist nicht definiert nach der USB Norm. Eine Beschädigung der Hardware erscheint nicht ausgeschlossen. Deswegen teste ich auch auf dieses Verhalten.

Der UGreen Hub verhält sich vollkommen konform (natürlich nur relevant bei Speisung mit einem nicht mitgelieferten Netzgerät).

 

 

Teardown

Im Inneren werkelt ein Genesys Logic GL3520 USB 3 Controller. Ein serielles Flash und ein bisserl Schaltregler Gedöns runden die Platine ab. Ein wenig verwirren mit die grünen Bauteile mit der Bezeichnung "F260". Die sehen wie Polyfuses aus. Aber warum zwei davon bei vier Ports. Wir werden später noch einmal darauf kommen...

 

Ausser Konkurrenz: "Power ON"

Nun - das Gerät verfügt ja großzügigerweise über einen externen Versorgungsanschluss. Der Hacker in mir will den natürlich sofort ausprobieren! Im ersten Versuch, versorge ich den Hub mit 5V / 3A. Im Dauerkurzschluss zuckt das Teil mit keiner  Wimper. Sollten das doch keine Sicherungen auf der Platine gewesen sein?

Mein Netzteil kann aber noch mehr. Zwei Kanäle parallel liefern saftige 6A (ich begnüge mich erstmal mit 5A). Wie man im nachfolgenden Bild sieht, kommen die 5A aus dem Netzteil auch an der USB Buchse an. Und das hält der Hub einige Minuten durch. Warum schaltet da nichts ab?

Ich erhöhe den Strom auf 6A und die Polyfuse spricht nach kurzer Zeit an. Ähnliches Verhalten auf der zweiten "Portgruppe" (dazu später mehr).

Nach dem Auslösen der Sicherung (selbstrückstellend), wird die zweite Hälfte des Ports wieder versorgt (die Anzeige im USB Messgeräts zeigt wieder einen Wert an).

Die "Portgruppen" teilen sich wie im folgenden Bild sichtbar in eine "grüne" und "hellblaue" auf. Jeweils eine Gruppe (2 Ports) hängt an einer Sicherung. Das könnte mancher als Murks bezeichnen. Der Hub an sich macht einen wirklich guten Eindruck, bei Fremdspeisung aber fallen alle Schranken. Der Maximalstrom erscheint recht hoch und die Sicherungen schalten recht spät.

 

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Unter "tl;dr" habe ich noch andere ähnliche Produkte verlinkt.