Filmkritik: "Dark Shadows"

Bewertung: Leichter "Jonny Depp" Vampir Grusel mit rabenschwarzem "Burton" Humor - sehr gut gelungen! Tim Burton, dessen rabenschwarzen Grusel Humor wir schon von Filmen der Marke "Corpse Bride" kennen, hat mal wieder im Regiestuhl Patz genommen und eine grossartige (Realfilm) Gruselkomödie erschaffen:

Jonny "aber Sie haben von mir gehört" Depp krabbelt als (natürlich) untoter Vampir nach 200 Jahren aus der Kiste, in die ihn eine verschmähte Hexenfreundin versenkt hat ("die ersten 100 Jahre war ich ziemlich sauer auf Dich"). Er trifft in den 1970er Jahren auf das, was von seiner Familie übrig ist und fängt erstmal an aufzuräumen.

Aber ... da gibts ein Problem - jeder weiss es - Hexen altern nicht - no SPOILERS!

Das Aufeinandertreffen der verschiedenen "Zeitkulturen" erlaubt einige grossartig bösartige Anspielungen. Man denke nur an das Goldenen Mistoffelees "M". Was für eine Idee (und ich bin sicher, dass dies auch gut mit der Marketing Abteilung der entsprechenden Firma abgesprochen wurde).

Auch die Bettszene ist absolut grossartig und verdrängt meine bisherige Lieblingsszene aus "Drive Angry" von Platz 1 - der Film bleibt aber einigermassen jugendfrei.

http://www.youtube.com/watch?v=i8AL2qqcnyw&feature=player_detailpage

/* Spoilers RED ALERT */

Das Ende selber fand ich nicht wirklich originell - aber es funktioniert. Seine Freundin zwingt ihn nachzu zum "lebensverlängernden" Biss und wenn sie keine Silberkugel abbekommen haben, machen sie noch heute die Nacht unsicher. Zusammen mit "Frau Doktor" natürlich. Aber auch das sieht man eigentlich kommen.

Filmkritik: "Loft - Tödliche Affären" (2008)

Ein belgischer Film, der er in sich hat: Fünf Kumpel teilen sich ein Loft, um ungestört ihre Frauen hintergehen zu können. Es wird eine Leiche gefunden. Keine Spur deutet auf einen Einbruch hin. Es gibt nur fünf Schlüssel und somit fünf Verdächtige, die sehr ungern die Polizei rufen möchten.

Was jetzt beginnt ist ein gekonntes Verwirrspiel in das der Zuschauer durch den mehrfachen Wechsel der Zeitebenen sehr schnell hineingezogen wird. Ich liebe das grandiose Ende, das auch eine interessante moralische Frage aufwirft (mehr im Spoiler hinter dem Trailer).

Absolut zu empfehlender Thriller der Marke "wer wars?".

(es gibt mindestens einen Remake. Ich würde bei der 2008er Version bleiben).

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=DJBHPQ-QG5k

/* Spoiler - ROTER Alarm */

Die - auf den ersten Blick - einfache Frage: "Wer ist ihr Mörder", wird auf den zweiten Blick viel komplizierter. Faktisch hat Chris sie getötet. Sie war ja trotz des Insulin Schocks noch am Leben. Oder sollte man so argumentieren, dass derjenige, der ursprünglich ihren Mord plante eigentlich die Hauptschuld auf sich geladen hat?

Ich frage einmal andersherum: wer ist denn komplett "unschuldig"? In diesem Film ist keiner der "Herren" irgendwie unschuldig. Nur lässt sich eben nicht alles juristisch verfolgen.

Serien Kritik: "Happy Endings"

Alles hat ein Ende: "Friends", "How i met your mother" und die Hochzeit von Alex und Dave bevor sie wirklich begonnen hat. So beginnt die erste Folge der Serie, die ich hier und heute als den Nachfolger von "How I met your mother" nominieren möchte. Sind wir doch ehrlich - diese Serie ("HIMYM") lief jetzt 7 Staffeln und die Charaktere sind verbraucht. Den Drehbuchautoren fällt nichts Neues mehr ein und sie kommen auf die (jede Serie) tötende Idee, etwas ändern zu müssen. Das heisst meistens "heiraten und/oder Kinder kriegen".

Die Serie konstituiert sich aus 6 Haupthandelnden (im Lebensalterabschnitt "30"). Die Rahmenhandlung (es folgen leichte Spoiler) bestimmen mehrere "Dauerthemen": Da sind Dave und Alex. Alex hat Dave kurz vor dem Ja-Wort verlassen. Aber so richtig lassen können sie nicht voneinander (siehe Rachel und Ross @ "Friends"). Auf der anderen Seite - der "Beziehungs"-Gegenpol - stehen Jane und Brad. Sie sind glücklich verheiratet (siehe Marshall und Lily @ "How I met your mother"). Kleiner Tipp: wenn die beiden (also Jane und Brad) anfangen, Kinder zu kriegen, wird die Serie am Ende sein.

Für eine gute Sitcom fehlern jetzt noch ein bis zwei Singles auf Dauersuche oder zumindest durchgeknallte Aussenseiter  ("Barneys" oder "Phoebes" quasi), die für Chaos und Bewegung sorgen. Hier sind es Max und Penny. Mit Max (der schwule Single-Freund von Dave und Brad) hat man eine weitere Dimension der Beziehungskomödie eingebaut. Penny dagegen wirkt - als dauerhaft "Boyfriend material" Suchende vom Sujet her eher etwas "abgelutscht".

Der Wortwitz (in der OV) ist grossartig. Die Charaktere machen Spass und sind hervorragend besetzt.

Nachdem die Serie wohl einige Zeit im Archiv lag und im April 2011 ausgestrahlt wurde, hat ABC inzwischen verkündet, eine zweite Staffel zu senden.

Der "offizielle" Trailer :

http://www.youtube.com/watch?v=jvZ8BcgWnUo&feature=player_detailpage

Guter Ausschnitt: "How to be a Hipster": Penny hat einen neuen Freund - leider ein Hipster. Penny bekommt von Max Nachhilfe im Punkto Kleidung und Lebenseinstellung.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=exTEep3OxMA

 

Edit: Season 2...

Die Serie verliert etwas. Die Autoren versuchen durch weghalsig abstrakten Unsinn zu punkten: "V-Neck Abhängigkeit" und "Frühjahresstreit" (die Sache mit dem "Bären") - das ist mir zu weit weg. Da hat vielleicht jemand zu viel Seinfeld gesehen. Bei Seinfeld wurde der Wahnsinn aber hauptsächlich mit der Figur des "Kramer" verbunden.

Die "normalen" Folgen der zweiten Staffel sind "anschaubar",

 

 

Filmkritik: "The Cabin in the Woods"

Endlich einmal ein überraschender intelligenter Horrorthriller! Das Drehbuch stammt neben Drew Goddard von Joss Whedon. Bekannt durch "Firefly", "The Avengers" und "Buffy".

Es ist schwer, den Inhalt wiederzugeben ohne Spoiler zu liefern.

Die Geschichte beginnt wie jede (leidlich bekannte) "Wrong Turn" Variante. Ein Haufen "Post Teenies" fährt in ein abgelegenes Waldstück. Natürlich ist eine Blondine dabei. Whedon spielt hier - wirklich zum Brüllen - mit den Klischees: In jedem (schlechten) Horrorfilm muss eine Blondine die Handlung verzieren. Ich liebe Joss Whedons Detailverliebtheit. Wir erfahren gleich am Anfang, dass Blondie sich gerade die Haare gefärbt hat. Wir atmen auf. Der Spass kann beginnen.

Dass wir uns nicht falsch verstehen. Der Film ist schon nicht wirklich was für Sissy Gucker. Es gibt auch keine Brüller Marke "Zombieland". Die (witzigen) Fiesheiten sind bösartig versteckt.

Gegenüber Totalfilm sagte Whedon sinngemäss: "Auf der einen Seite haben wir versucht herauszufinden, wie wir am meisten Spass haben könnten, auf der anderen haben wir kritisiert, was mir am meisten lieben und auch hassen an Horror Filmen".

Ich will jetzt wirklich nicht mehr verraten. Wer auf (wirklich) spannenden Horror mit intelligenter  Handlung (am Ende macht wirklich alles Sinn) und feiner Satire steht, guckt ihn Euch an!

http://www.youtube.com/watch?v=eXfc12BqFkc&feature=player_detailpage

/* Spoiler "roter Alarm" - wirklich nur weiterlesen, wer ihn schon gesehen hat */

Der running Gag, dass zuallererst die Blondine stirbt, wird hier wirklich genial ironisch umgesetzt. Mit einer Säge. Und habt Ihr es gemerkt: Der Direktor will Blondies nackten Oberkörper sehen. Der Direktor ist Sigourney Weaver. Was für ein grossartiger Cameo Auftritt. Wer sonst hätte hier besser gepasst (ausser vielleicht Morgan Freeman - der passt immer) anstelle der toughen Alien Jägerin, die auch schon Scifi Comedy Erfahrung mit sich bringt.

Die Erklärung der "Zermonie" liess mich grinsen. Quasi wurden an dieser Stelle "posthum" (pun intended) alle bisherigen Teenie Horror Filmchen erklärt: "Zuerst stirbt die Hure am Ende die Jungfrau".

Schön gemacht fand ich auch die Cube Referenz, die nahtlos in "Resident Evil" überführt. Was für eine Idee, einen "Purge System" Knopf zu drücken.

Das Ende ist die einzig konsequente Lösung. Leute, das ist kein Disney Film: Da ist nichts mehr zu retten. Das mit dem Opfer hat nicht geklappt... jetzt rauchen wir erstmal noch eine!

Filmkritik: "Der perfekte Mord" (1998)

Steven (Michael Douglas) und Emely (Gwyneth Paltrow) sind ein Paar. Allerdings möchte er sie töten. Aus zwei Gründen. Erstens betrügt sie ihn und zweitens braucht er Geld. Steven schmiedet einen beinahe (perfekten) Plan, seine Frau zu töten. Ich will hier nicht mehr Details verraten. Nein wirklich nicht.

Es macht wirklich Spass Michael Douglas bei der Durchführung seines perfiden Plans zuzusehen. Mir gefiel auch die Liebe zu Details in der Handlung der Konsistenz der Ereignisse (mehr im Spoiler hinter dem Trailer).

Der Trailer verrät leider mal wieder zu viel.

Ein toller Film. Punkt. Genauso empfohlen sei "Ein perfektes Verbrechen" (visuell ambitionierter) und "Mord nach Plan" (mit dem Bösewicht aus "Funny Games US").

http://www.youtube.com/watch?v=qu5Cqo-SzC4&feature=player_detailpage

/* Spoiler "gelber Alarm" */

Vielleicht könnt Ihr Euch an die Szene erinnern (ganz am Anfang): Sie sitzt beim Übersetzen und bemerkt, dass der Redner die gleiche Rede schonmal gehalten hat. Ihre Fähigkeit, Details zu erkennen und zu behalten wird am Schluss von Bedeutung sein.

/* Spoiler "roter Alarm" */

Schön eingefädelt waren die vielen "Mini Twists": wen (!) hat sie eigentlich umgebracht. Wie reisst Steve das Ruder wieder herum, nachdem der erste Plan gescheitert ist? Hier ist auch ein grosser Unterschied zum Film "Ein perfektes Verbrechen" (sehr empfehlenswert!): Der urpsrüngliche (!) Plan muss hier abgeändert werden.

Das Ende der Geschichte hat mir gefallen. Gerade weil es "recht" ruhig verläuft. Der untersuchende Detective wird sie mit ihrer (wahren) Story durchkommen lassen. Sie hatten ja vorher quasi schon gut miteinander kommuniziert. Wobei er signalisierte, dass ihm noch "Steine im Puzzle" fehlten. Die hat sie geliefert. Problem solved.

Am Ende scheitert Steve an zwei Variblen, die er nicht vorausgesehen hat: "Sein" Killer kommt nicht selbst und er legt der Schlüssel sofort zurück. Damit hat Steve nicht gerechnet.

Filmkritik: "The Avengers"

Über 2h Spannung, Spass, Explosionen und markige Sprüche. Eine Riege von sehr aussergewöhnlichen Gentlemen kämpft gegen einen Gott. Quasi das letzte Aufgebot der Erde (wo sind eigentlich die Transformers gerade gewesen?). So bescheuert mir Thor mit seinem Hammer und "Captain America" mit seinem Schild auch erscheinen mögen. Ich gestehe Joss Whedon (Firefly!) zu, dass er es geschafft hat, all die Superhelden-Kasperle in einem sehr sehr sehenswerten Actionfilm zusammenspielen zu lassen. CGI ist absolut auf Transformers 3 Niveau. Allerdings spielen in diesem Film richtige Schauspieler mit und Mädels dürfen sogar kämpfen und schiessen (Frau Huntington-Whiteley durfte bei den Trafos ja eigentlich nur mit dem Hintern wackeln)!

Ich liebe Selbstironie in diesem Genre. Und sie kommt auch. Staubtrocken. Und natürlich ist Ironman  auch stark beteiligt.

Für alle "Frühaufsteher": bleibt sitzen. Da kommt noch was.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=qVtcaYpLobk

Filmkritik: "OSS 117 – Der Spion, der sich liebte"

Eine der (meiner Meinung nach) besten James Bond Parodien überhaupt: Der leicht trottelige Frauenschwarm rettet die Welt. Er hat keine Ahnung ("Ich wusste das"). Aber er ist nicht Johnny English - dieser Film ist wirklich (!) intelligent und witzig.

Genial, wie man es geschafft hat den Look der zwischen 1960-1970 gedrehten Agentenfilme nachzuahmen. Da wurde auch noch einmal die alte "Tricktechnik" aus der Mottenkiste geholt, um die gewohnt schlechten Autofahrten mit Leinwand im Hintergrund authentisch zu inszenieren.

Sehr angenehm fand ich, dass der Film nicht in die "Klamottenkiste" abrutscht. Hier werden keine Torten geworfen. Die Trotteligkeit des Agenten entspricht eher einer Blake Edwards Verfilmung und manchmal glaubt man, im Soundtrack  ein paar Takte aus einigen Filmen "Pink Panther" zu hören.

Absolut empfehlenswert!


Filmkritik: Mission Impossible Phantom Protokoll

Sauber! Sag I!

Herr Cruise macht es diesmal endlich richtig. Etwas Selbstironie, viele Variationen des Themas, geniale Actionszenen (die Hochhausgeschichte dürfte für einige Zeit Massstäbe setzen) und eine erträglich logische Story machen diesen "MI" zum besten seiner Gattung (Fortsetzungen können besser als der erste Teil sein).

Wer die Teile davor gesehen hat, MUSS diesen Teil sehen; wem der erste nicht so richtig gefallen hat, ERSTRECHT.

Sauber gemachter selbstironischer Agenten Actionfilm. Schon beinahe das, für was früher die Bond Filme standen.

Empfehlung des Hauses.

 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=-H7bOJ7U0OI

Filmkritik: Iron Sky

Was mir an diesem Film besonders gefällt, ist die durchgängig passende Optik und "Steampunk Logik" - sofern es dieses Wort gibt. Da können die Herren von der dunklen Seite des Mondes zwar riesen Raumschiffe bauen (die wie gigantische Dampfmaschinen aussehen = die Referenz auf Chaplins "Modern Times" ist unverkennbar), sind aber auf modernes Gerät von der Erde (=Smartphone) zur Steuerung angewiesen. In dieser Logik geht es weiter und es macht auch wirklich Spass!

Schade vielleicht, dass der Humor nicht richtig schwarz wird (das Wortspiel versteht nur, wer den Film gesehen hat). Dem Drehbuch hätte ein "Stubbs" in Richtung "The Spirit" gutgetan.

Trotzdem eine dicke Empfehlung des Hauses.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=xeIu1FiTTyI

Filmkritik: Ronal der Barbar

Endlich! Mal wieder ein animierter Film, der mich überrascht. Der so völlig aus dem Nichts gekrochen kommt, frech und unershrekt [sic!]

Ein Volk von Barbaren mit beinahe magischen Kräften, ein Barde, ein paar Helden...

Es ist nicht so, wie es klingt!

Das ist keine neue (langweilige) Asterix Verfilmung, auch kein (gezähmtes) Shrek XXX!

Dieser Film ist frech und zwar "rabenschwarz frech". Er ist böse. Und er ist definitiv nicht familientauglich (wie er die FSK 12 geschafft hat, kann nur der Schwarze Ritter beantworten).

Stellt man sich das "Set" von "How to train your dragon" vor, mixt den Ideenreichtum der  Drehbuchautoren von Shrek I (von der Leine gelassen) dazu, verfeinert mit einem Schuss "Ritter der Kokosnuss", käme vielleicht dieser Film heraus.

Herrlich.

Da reitet der "Sado Maso Ritter von Schwarzer Darth Vader Gestalt" durch Nacht und Wind und sammelt das Volk der Barbaren ein. Der einzig "Übergebliebene" eilt zur Rettung. Auf dem Weg sammelt er einen Barden und eine Art "Kampfsau Mädel" ein. Auf ihrem Weg werden die Herren noch g´schwind von ein paar Amazonen vergewaltigt und auf geht´s zur Rettung des Volkes.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=E_-soej2V04

FILMKRITIK: R.E.D. - Älter, härter, besser - Kritik

"R.E.D." = Retired Extremely Dangerous Das ist der Film, der hält, was "The Expandables" versprochen haben. Bruce Willis als gelangweilter Agentenopa - wie göttlich.

Am besten funktioniert der Film für ein unvorbereitetes Publikum. Er beginnt wie eine langweilige Romanze, plötzlich dreht er ab und es wird geschossen. Und dann beginnt er langsam (aber gewaltig) immer genialer (und ironischer) zu werden.

Dazu erfreut einen die Cast noch mit dem (unvermeidlichen) Morgan Freeman, der unvergleichlichen Helen Mirren und dem (immer wieder genialen) John Malkovich. Lasst den Realismus zu Hause! Habt Spass an dieser "Komödie am Rand des Wahnsinns"! Ihr werdet den Satz "ich hol schonmal das Schwein" nie mehr vergessen und Euch nach jedem Helikopter umdrehen.

So muss es sein: eine gelungene Mischung aus Agentenopa Komödie und "Fletchers Visionen". Selbstironisch, rasant und genial besetzt!

Achso: ganz im Ernst: guckt den Trailer NICHT. Ihr habt viel mehr Spass ohne!

 

Filmkritik: Ziemlich beste Freunde

Die Geschichte klingt schmalzig: Arbeitsloser wird zum Pfleger eines Querschnittsgelähmten und sie freunden sich an. Unglaublich, mit wieviel (intelligentem) Witz diese Geschichte auf die Leinwand gebracht wurde! Die Story verläuft zwar grundsätzlich in den Bahnen der Erwartung, aber der freche, gnadenlos inkorrekte  Humor erfrischt herrlich ("Ich will Schokoloade" - "Keine Arme, keine Schokolade").

 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=uGe6J_5Izfw

Filmkritik: Super 8

Um was gehts? Ein paar Kiddies drehen 1979 ihren eigenen Super 8 Film und ... [no spoilers]

Hä?

Nicht drüber nachdenken. Einfach angucken. J.J. Abrams hat meiner Meinung nach einen wirklich sehenswerten Film gebaut. Die Handlung oszilliert zwischen "ET", "Predator", "Alien",Unheimliche Begegnung der dritten Art"  und "King Kong". Man könnte sagen, eine Homage an diese Zeit und diese Filme.

Kinder?

Kinder in der Hauptrolle führen gerne zur Filmkatastrophe ("Kickass" ist eine Ausnahme). Hier funtionierts. Elle Fanning spielt alle an die Wand.

Und?

Der Film macht Spass. Über Abrams Lenseflare Anfälle kann man streiten. Auch sind einige optische Effekte (das "Pumpen" des Bildes beim Focuswechsel) gewöhnungsbedürftig. Aber bedenket: der Film heisst "Super 8" und dieses Format steht nicht für perfekte Optik. Wenig Wackelkamera, neutrale Farben - also Fotografiert, wie man es eben früher machte. Von mir eine klare Empfehlung.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=eXi4bUSxIJI

Filmkritik: Rubbeldiekatz

Ich hätte nicht gedacht, dass eine Deutsche Filmkomödie eine Mischung aus "Tootsie" und "Notting Hill" so gekonnt temporeich und pointiert auf die Leinwand bringen kann.Wunderbar ausgearbeitete Kleinigkeiten gefallen mir ja immer (über die Beschriftung der Dixie Klos am Set könnte ich mich stundenlang amüsieren). Auch die "Nebenschauspieler" - ohne sie würde dieser Film nicht funktionieren (so wie "Notting Hill" nicht ohne Spike funktionieren würde) - sind einfach nur ein Genuss.

 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=LzCmdhYWExQ

Filmkritik: Whistleblower - In gefährlicher Mission

Ich war sehr sehr positiv überrascht. Der Film ist lang. Er ist ernst. Er ist gut. Die Schauspieler sind gut. Alles wahr - oder Fiktion - das spielt nicht einmal eine Rolle. Für mich ist das - in diesem Film - gezeigte Horror. Aber die Art Horror, die Menschen einander wirklich antun. Wer "Fair Game" mochte, muss diesen hier gucken!

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=u6_YN-brNsw

Must see!