Filmkritik: Ronal der Barbar

Endlich! Mal wieder ein animierter Film, der mich überrascht. Der so völlig aus dem Nichts gekrochen kommt, frech und unershrekt [sic!]

Ein Volk von Barbaren mit beinahe magischen Kräften, ein Barde, ein paar Helden...

Es ist nicht so, wie es klingt!

Das ist keine neue (langweilige) Asterix Verfilmung, auch kein (gezähmtes) Shrek XXX!

Dieser Film ist frech und zwar "rabenschwarz frech". Er ist böse. Und er ist definitiv nicht familientauglich (wie er die FSK 12 geschafft hat, kann nur der Schwarze Ritter beantworten).

Stellt man sich das "Set" von "How to train your dragon" vor, mixt den Ideenreichtum der  Drehbuchautoren von Shrek I (von der Leine gelassen) dazu, verfeinert mit einem Schuss "Ritter der Kokosnuss", käme vielleicht dieser Film heraus.

Herrlich.

Da reitet der "Sado Maso Ritter von Schwarzer Darth Vader Gestalt" durch Nacht und Wind und sammelt das Volk der Barbaren ein. Der einzig "Übergebliebene" eilt zur Rettung. Auf dem Weg sammelt er einen Barden und eine Art "Kampfsau Mädel" ein. Auf ihrem Weg werden die Herren noch g´schwind von ein paar Amazonen vergewaltigt und auf geht´s zur Rettung des Volkes.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=E_-soej2V04

FILMKRITIK: R.E.D. - Älter, härter, besser - Kritik

"R.E.D." = Retired Extremely Dangerous Das ist der Film, der hält, was "The Expandables" versprochen haben. Bruce Willis als gelangweilter Agentenopa - wie göttlich.

Am besten funktioniert der Film für ein unvorbereitetes Publikum. Er beginnt wie eine langweilige Romanze, plötzlich dreht er ab und es wird geschossen. Und dann beginnt er langsam (aber gewaltig) immer genialer (und ironischer) zu werden.

Dazu erfreut einen die Cast noch mit dem (unvermeidlichen) Morgan Freeman, der unvergleichlichen Helen Mirren und dem (immer wieder genialen) John Malkovich. Lasst den Realismus zu Hause! Habt Spass an dieser "Komödie am Rand des Wahnsinns"! Ihr werdet den Satz "ich hol schonmal das Schwein" nie mehr vergessen und Euch nach jedem Helikopter umdrehen.

So muss es sein: eine gelungene Mischung aus Agentenopa Komödie und "Fletchers Visionen". Selbstironisch, rasant und genial besetzt!

Achso: ganz im Ernst: guckt den Trailer NICHT. Ihr habt viel mehr Spass ohne!

 

Filmkritik: The Ides of March - Tage des Verrats

Ein Film über amerikanischen Wahlkampf? Langweilig? Muss nicht sein! Der Titel verrät natürlich schon das Hauptthema. Loyalität und Verrat.

Ryan Gosling spielt den Berater von George Clooney. Für ihn war die Welt in Ordnung. Plötzlich wird seine Loyalität gleich auf mehreren Ebenen auf die Probe gestellt. Er macht einen Fehler und bekommt eine Chance. Wie wird er sich entscheiden (ich sollte Trailer Texter werden)?

Mehr möchte ich jetzt über den Inhalt nicht verraten. Dies ist ein sehr unaufgeregter Film. Auch kein "absolute Power" Abklatsch. Die Handlung tröpfelt am Anfang etwas. Ich möchte sagen, erst ab 1:15 wird der Film richtig gut (er geht etwa 1:45).

Damit niemand umsonst 2h vor der Kiste sitzt: es geht nicht um Verbrechen und spektakuläre Stunts. Es geht um Menschen, die Menschen manipulieren und wie weit sie dabei zu gehen bereit sind.

Herr Gosling spielt mal wieder brillant, Herr Cloney gibt sich mit der Nebendarstellerrolle zufrieden (fühlt sich aber wohl dabei).

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=5EC9CfbPako

FILMKRITIK: Underworld awakening

Ich blubbere hier gar nicht lang über die Story des Films. Man hat hier einfach "Underworld" (1), "Resident Evil" und "Ultraviolett" in den Storytopf geworfen und mit ein bisserl "Latex-Kate" verfeinert. Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen (gesehen in 3D). Die Stimmung passt durchgängig. Die Story ist grausig (welch ein Wortspiel). Ich fand schon im ersten Teil alles wenig wirklich zusammenhängend,  konnte aber drüber hinwegsehen (da die Idee ja auch noch recht frisch - quasi blutjung - war). Hier hat man ziemlich klar den Schritt in Richtung "Resident Evil" gemacht und zielt auf die Endlosserie. Sofern die Untoten nicht gestorben sind, geht die Handlung immer weiter....

Zu den FX: Ich habe bei 3D immer das gleiche Problem: wenn die Bewegungen schneller werden, hakt es für mich (auch schon am Anfang von Avatar). In diesem Fall gibt es eine "ich schwing mein Schwert" Szene, die für mich schon ganz klar stroboskopartig wirkte. James Cameron fordert wohl nicht zu unrecht 48 Bilder pro Sekunde (jetzt 24 - jaja 23,975)!

Auch wirken die Lykaner in der "Autoszene" (und nicht nur da) etwas arg Stopmotion - animiert, sieht mehr nach Ray Harryhausen aus als notwendig.

Franc Tauschs  Film Kritik TV mokiert sich über das Ende des Films als "fiesen Cliffhanger". Ich widerspreche nicht, aber seht diesen Film einfach nur als die "Kate Show", sowie ich "Resident Evil" als "Mila Show" bezeichne. Diese Show wird immer weiter gehen und nie wirklich abgeschlossen sein. Wem die Handlung wichtig ist, sollte vielleicht einen anderen Saal besuchen ;-)

PS: ist es ein Zufall, dass "die Firma" den Namen "AntiGen" hat, wobei chemisch "Ag" ja für "Argentum" also "Silber" steht?

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=WIblxfF63WE

Filmkritik: Johnny English 2 - Jetzt erst recht

Dieser Film gibt sich nicht mit eindimensionalen Witzen zufrieden. Nein. Es gibt sogar 3 Kategorien von Gags:

  • Völlig vorhersehbare Situationen (Hochhaus, Fenster offen, Katze, Fensterbrett ...) ach komm ... das haben wir in "ein Fisch namens Wanda" viel viel besser gesehen.
  • Versiebte James Bond Anspielungen (die Verfolgungsjagd über Dach und Stein hatte von der Idee her Potential aber leider ist Herr Craig an dieser Stelle zwar unwitziger aber besser).
  • Spiel mit vorhersehbarer Peinlichkeit. Mr Bean ist ja dafür berühmt: er präsentiert einen leeren Koffer voll Stolz, jeder ausser ihm weiss vom fehlenden Inhalt. Diese Szenen sind zu lang und der Film beginnt sich zu kaugummifizieren.

Für mich funktioniert der Film ... GAR NICHT. "Get Smart" bleibt  definitiv die bessere Alternative für Freunde des Genres.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=s9GvPTwUyrI

Filmkritik: The Double

Für mich war der Film schon nach ein paar Minuten unglaubwürdig. Just  als Richard Gere mit seinem "Mitstreiter" konfrontiert wird, hätte ich schreien mögen: "Warum habt Ihr nicht Harrison Ford angerufen?" Ein paar Minuten später wird klar warum. Herr Ford hat selten in so langweiligen Filmen mitgespielt. Und er spielt nie (so weit ich mich erinnern kann) den Bösewicht. Ups. Das war ein kleiner Spoiler.

Der Film wirkt auf mich billig gemacht und wenig durchdacht (und was sich reimt, ist nicht immer gut). Die Story an sich hätte einen guten Film hergegeben. Mich hat sie in dieser Darbietung einfach nicht interessiert.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=pKRKoZIjiFk

Filmkritik: Drive

Hier war sichtlich nicht nur ein Profi am Werke: Man sieht dem Film sofort an, dass sowohl der Score als auch Licht- und Kameraführung extrem pingelig genau geplant und aufeinander abgestimmt sind. Im ersten Drittel darf man sich an diesen ungewohnten aber opulenten Stil ein bisschen gewöhnen. Wahnsinnig gut gemacht. Im nächsten Schritt akzeptiert man Ryan Gosling als den wahren (und einzigen) Star des Films und dann geht´s dahin:

Ab hier gefällt mir der Film nicht mehr. Er wird sehr brutal und blutrünstig. Das an sich ist ja nichts Schlechtes, aber die Metzelei trägt für mich nicht wirklich zur Handlung bei.  Im Gegensatz dazu wurde bei "Mann unter Feuer" die Motivation der Gewalt Exzesse sauber herausgearbeitet. Hier hat "Drive" seine Schwäche.

Eine Warnung an alle, die den Trailer nicht genau angesehen haben. Dieser Film hat absolut nichts mit "The Transporter" oder "The Fast and the Furious" zu tun.

Alles in allem ein technisch und schauspielerisch exzellenter Film, der sich aber gegen Ende in eine brutale Mafia "Ich raub Dich, Du raubst mich, Du willst mich töten, ich töte Dich" Story entwickelt.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=P9yB4LUVeCI

Filmkritik: In Time - Deine Zeit läuft ab

"Zeit ist Geld" das könnte der Untertitel des Filmes sein: In einer (fernen?) Zukunft endet der Alterungsprozess der Menschen mit 25 Jahren. Ab dann läuft eine Uhr. Steht die Uhr auf  "0:00:00", stirbt dieser Mensch. Die verbleibende Zeit kann auf andere übertragen und auch gestohlen werden. Somit hat die Zeit den Stellenwert einer Währung.

Wer viel Zeit hat, kann ewig leben. Wer im Ghetto lebt, muss um jeden Tag kämpfen.

Eine nett durchdachte Basis, um eine gute Geschichte zu erzählen.

Die Stimmung erinnert an "Equilibrium", die Handlung ein klein wenig an "Logan´s Run" und ein bisserl "Die Insel" schlägt auch durch.

Sehr schön gemacht, auch wenn dem etwas hastigen Schluss 10 Minuten mehr gutgetan hätten.

Trotzdem. Ein netter Film, der zum diskutieren und auch philosophieren einlädt.

 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=Gpw4rWIy0-I

Filmkritik: Company Men

Ben Affleck, Kevin Costner und Tommy Lee Jones das klingt nach einem verheissungsvollen Staraufgebot. Ich mochte diesen Film. Er ist ruhig. Es beginnt mit Entlassungen in einer grossen Firma. Es trifft Menschen verschiedener Gehaltsgruppen und wie sie damit umgehen. Im Mittelpunkt steht Bobby, der anfänglich hochmütig ("Ich bin der beste Verkäufer.... mit >100k Jahreseinkommen - ich hab gleich wieder einen Job")  begreift, wie schnell man im freien Fall den Boden erreicht.

Bei keinem der Schicksale geht es um die nackte Existenz. Das wirkt schon beinahe wieder erfrischend. Ich finde, der Film geht da weiter, wo "Der grosse Crash - margin call" (sehr zu empfehlen!) aufhört. In "Margin Cal"l wird der Beginn der Finanzkrise aus der Sicht der Bank geschildert, die als erste die Katastrophe kommen sah (reine Fiktion?). In Company Men sehen wir die "Nachbeben" auf den Rest der Gesellschaft.

Kritik: Gegen Ende driftet der Film etwas arg in den "Amerikanischen Traum" ab. Etwas modifiziert vielleicht: Der Tellerwäscher war hier nur eine Zwischenstation.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=v0v8cftDluo

Filmkritik: Set Up - Freunde für's Leben, Feinde für die Ewigkeit

Diese Kritik ist unfair. Warum? Ich habe den Film 20 Minuten angeschaut. Vorgespult. Weitergeschaut, mich gelangweilt und abgeschaltet. Eigentlich fängt der Film recht verheissungsvoll an: Wir beklauen jemanden und werden beklaut (und es gibt Tote). Das ganze entwickelt sich weiter. Wir sehen Bruce Willis und ein Volltrottel erschiesst sich mit einer Kanone. Nein. Wir sind nicht in "Pulp Fiction".

Wer einen guten "Bruce" mit einer sinnvoll und witzig verwurschtelten Handlung sehen will, sollte eher "Lucky#Slevin" gucken.

 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=W1ig6dctF5Y

Filmkritik: Untote wie wir – Man ist so tot wie man sich fühlt

Erfrischend - wenn es einmal gelingt, die ganze Zombie Problematik aus einer neuen Perspektive zu sehen. Leider ist der Film zu lange. Die Storie zeigt sich - wie gesagt - erfrischend neu: Zombies als Rächer der Gesetzlosen. Eine nette Idee.

Dann merkt man aber, dass den Drehbuchautoren gegen Ende die netten Detail Ideen ausgegangen sind und der Film beginnt, vorhersehbar und langgezogen zu werden. Das Ende wiederum überrascht.

Also keine vertane Lebenszeit, aber wer "Zombieland" und "Wasting away" noch nicht gesehen hat, sollte selbige Filmchen bevorzugen.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=dq_mUDYJljw

Filmkritik: Real Steel

Da hat wohl jemand Terminator und "Nummer 5 lebt" an Disney verkauft - so kommt einem die Story vor: Jean Pütz baut mit seinem Kind einen Roboter (wir haben das schonmal auf dem Schrottplatz vorbereitet) und am Ende lernen wir, dass Menschen doch irgendwie die besseren  Boxer sind. Da ächzen ja die Nieten und Rocky dreht sich im Grab um.

Also da hatte Transformers 3 einen deutlich höheren Funfaktor bei ähnlich intelligenter Story.

 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=keHddDNJaX0#t=1s

Filmkritik: Ziemlich beste Freunde

Die Geschichte klingt schmalzig: Arbeitsloser wird zum Pfleger eines Querschnittsgelähmten und sie freunden sich an. Unglaublich, mit wieviel (intelligentem) Witz diese Geschichte auf die Leinwand gebracht wurde! Die Story verläuft zwar grundsätzlich in den Bahnen der Erwartung, aber der freche, gnadenlos inkorrekte  Humor erfrischt herrlich ("Ich will Schokoloade" - "Keine Arme, keine Schokolade").

 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=uGe6J_5Izfw

Filmkritik: Super 8

Um was gehts? Ein paar Kiddies drehen 1979 ihren eigenen Super 8 Film und ... [no spoilers]

Hä?

Nicht drüber nachdenken. Einfach angucken. J.J. Abrams hat meiner Meinung nach einen wirklich sehenswerten Film gebaut. Die Handlung oszilliert zwischen "ET", "Predator", "Alien",Unheimliche Begegnung der dritten Art"  und "King Kong". Man könnte sagen, eine Homage an diese Zeit und diese Filme.

Kinder?

Kinder in der Hauptrolle führen gerne zur Filmkatastrophe ("Kickass" ist eine Ausnahme). Hier funtionierts. Elle Fanning spielt alle an die Wand.

Und?

Der Film macht Spass. Über Abrams Lenseflare Anfälle kann man streiten. Auch sind einige optische Effekte (das "Pumpen" des Bildes beim Focuswechsel) gewöhnungsbedürftig. Aber bedenket: der Film heisst "Super 8" und dieses Format steht nicht für perfekte Optik. Wenig Wackelkamera, neutrale Farben - also Fotografiert, wie man es eben früher machte. Von mir eine klare Empfehlung.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=eXi4bUSxIJI

Filmkritik: A Lonely Place to Die

Erst hatte ich Angst, in einem reinen Bergsteigerdrama gelandet zu sein. Auf "der Berg ruft" hatte ich an diesem Abend einfach keine Lust. Dann gab es ein bisserl "Hoffnung" auf ein bisserl "Mystery", aber das verflog auch (leider) schnell.Als sich am Ende der Plot herauskristallisierte, war ich enttäuscht. Die Bilder sind zwar schön und man sieht auch, dass sich der Kollege hinter der Kamera wirklich Mühe gegeben hat, aber die Geschichte macht einen sehr bemühten Eindruck: "Wir wollen irgendwas bergiges drehen mit Drama und so ... lass Dir was einfallen, dass es irgendwie ein bisserl Sinn macht" hat man den Drehbuchautoren wohl erzählt....

 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=n3eumbQ5v_w

Filmkritik: Rubbeldiekatz

Ich hätte nicht gedacht, dass eine Deutsche Filmkomödie eine Mischung aus "Tootsie" und "Notting Hill" so gekonnt temporeich und pointiert auf die Leinwand bringen kann.Wunderbar ausgearbeitete Kleinigkeiten gefallen mir ja immer (über die Beschriftung der Dixie Klos am Set könnte ich mich stundenlang amüsieren). Auch die "Nebenschauspieler" - ohne sie würde dieser Film nicht funktionieren (so wie "Notting Hill" nicht ohne Spike funktionieren würde) - sind einfach nur ein Genuss.

 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=LzCmdhYWExQ

Der gestiefelte Kater - Die wahre Geschichte

Auf meiner "privaten Film Katastrophenskala" (PFK) lautet die Wertung "5 Minuten".Danach musste ich ihn abbrechen.

@die Macher: Wenn Ihr Wasser nicht animieren könnt, dann zeigt es nicht in Grossaufnahme. Wenn Ihr die Viecher nicht irgendwie liebenswert hinkriegt, geht zu Pixar (die kriegen das sogar mit Autos hin). Und wenn Ihr das alles nicht könnt, lasst es einfach sein, Filme zu drehen.

 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=K28jpPzCS1E