Stuttgart: Verzaubert bei Strotmanns

Ich liebe Geschenke. Und so macht sich durchaus Entzückung breit beim Anblick der silbrigen Schachtel, die mir da so unverhofft "aufgedrängt" wurde.

Zu oberflächlich mustere ich das Doserl und schweife hingerissen ab: "Endlich mal wieder ein neuer Kugelschreiber - sieht auch nobel verpackt aus!"

Erst später dämmert mir die Dimension meines Irrtums. Aus der Dose purzeln Dokumente, die den Besitzer sehr eindeutig dazu auffordern, eine geheime Ziffernkombination in seinen magischen Kommunikator zu tippen. Ich raune der Stimme am anderen Ende die magischen Zeichen zu, die mir das Dokument verriet. Begeistert säuselt es in mein Ohr, ich möge mich noch etwas gedulden, da der Meister für uns ganz persönlich eine Audienz in seiner schlichten Behausung reserviert hätte. Und wir seien ganz ganz vorne mit dabei.

"Na sauber sag I". Da wird sich meine bessere Hälfte aber freuen. Normalerweise weigert sie sich ja, mit mir in ersten Reihen Platz zu nehmen. Aus einem Grund, den nur das Universum selbst kennt, kann das immer nur ungewöhnlich ausgehen. Wir werden sehen.

 Bildquelle: Strotmanns

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Am Tage der Audienz - unser Fortbewegungsmittel (Besen waren recht wenige zu sehen) konnten wir bequem im Garten des Meisters ablegen-  werden wir (da der geheime Code uns als Empfänger der "großen Überraschung" auswies) vom Assistenten des Meisters persönlich empfangen.

Für uns sei angerichtet. 

Die Zeit vergeht und endlich dürfen wir uns trollen. Auf die Plätze, die uns die Säuselstimme erwählt hatte. Ganz vorne sitzen wir und es haut uns von den Socken. Leicht angeschwäbelt beginnt der Magier mit seiner systematischen Verwirrung. Da wandern Ringe vom Finger ins Nirvana, verschwinden, tauchen wieder auf. Man staunt Eisklötze. Und das manchmal aus purer "wie hat er das gemacht"-Verzweiflung. Zu der sich manchmal auch Ärger (über sich selbst) gesellt: So dünkt uns zwar zu wissen, wie die Ringe ihren Weg namen. Doch die legere Plauderei des Magiers verunmöglichte die exakte Analyse des gerade Gesehenen. Auch wenn es in diesem Fall (vielleicht) ganz einfach war.

 Bildquelle: Strotmanns

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Natürlich bleibt keiner in der ersten Reihe völlig unverschont. Aber Thorsten (nachdem wir einen Abend miteinander verbracht haben und er mich des Mordes bezichtigt hat, darf ich ihn wohl so nennen) versteht es, die Leute nicht wie Esel in seiner Show durch den Kakao zu ziehen, vielmehr bindet er seine "freiwilligen" Helfer humorvoll ins Programm ein.

 Bildquelle: Strotmanns

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Pause

In der Pause hext hier niemand die Leute ins Freie oder in einen unansehnlichen Gang mit überteuerten Blubbergetränke-Verkäufern. Das stilvolle Ambiente lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Den letzten Golddukaten zaubert dem Durstigen hier keiner aus der Tasche. Man akzeptiert "volksnahe" Währungen in erstunlich geringer Stückelung. 

Von der verwunschenen Brezel bis zum koffeinhaltigen Heiss-Gesöff erscheint flugs die gewünschte Erfrischung auf dem eigenen Tisch.

Schon zu Ende

Der Meister nennt sein Programm "Hautnah" und genau diese Konzept hält er durch. Und so verlassen wir zu später Stunde die Hallen der Verblüffung und ich kann einfach nicht aufhören zu grübeln: 

Woher wusste er, in welcher Hand ich voher den Spielstein hatte, den er mir vorher anvertraut hatte. Glück? Zufall? Schrödingers Katze? 

Gibt es Magie doch? Vielleicht nur ein bisschen?

 

 

Das alles und noch viel mehr: www.strotmanns.com

Vielen Dank für die freundliche Genehmigung zur Verwendung des Bildmaterials