Filmkritik: "3 Days to Kill"

"3 Days to Kill" will sicher kein bierernster Actionfilm sein. Kevin Costner kämpft in der Rolle des - in jeder Beziehung (Wortspiel!) - fertigen Agenten ziemlich gut. Und McG ("3 Engel für Charlie", "Terminator 4") bastelt daraus einen Film, der durchaus als lockere Sonntag Abend Unterhaltung taugt.

Handlung

Ethan (Kevin Costner) scheint gesundheitlich absolut am Ende. Nicht nur kämpft er mit seiner Krankheit und bösen Terroristen ("Der Albino" und "der Wolf" trachten ihm nach seinem Restleben). Und auch mit seiner Tochter und der Exfrau liegt wirklich eigentlich alles im Argen.

Da macht ihm sein Boss Vivil (Amber Heard) ein Angebot, das er in seiner Situation einfach nicht ablehnen kann. Er soll den beiden Superschurken gehörig eins husten. Ethan schwingt sich auf sein lila Damenrad und macht den Bösen einen auf "ich bin schlecht gelaunt und töte Dich jetzt".

 Bild Quellen: www.3daystokill.de

Bild Quellen: www.3daystokill.de

Meinung

Als Agentenfilm versagt "3 Days to Kill" vollkommen, als Beziehungsdrama selbstverständlich auch.
Das alles will er aber gar nicht sein. Kevin spielt keinen Liam Neeson ("96 Hours") - vielmehr nimmt er sich und das Genre deutlich auf die Schippe: eine sich anbahnende Schlägerei mit ein paar Halbstarken beendet er trocken damit, dass er demonstrativ aktiv aggressiv seine Waffe auspackt, auf das Autodach vor sich legt und weiter in ebendieses Auto einbricht.

Und so macht dieser Film Spass! Amber Heard verkörpert die laszive "Femme Fatal" Domina- Rennwagen-Blondine, aber - gegen jedes Klischee - auf der "guten" Seite. Denn sie ist Ethans Boss und eigentlich meint sie es ja gut mit ihm.

Der Film reiht viele dieser Ideen aneinander. Das mag hart gesottenen Actionfans widerstreben. Ich konnte mich wirklich entspannen. Ethan hat so seine speziellen Verhörmethoden und verhandelt auch schon einmal mit seiner Geisel, wann er sie wieder nach Hause zurückbringen "muss" und "erpresst" nebenher das Rezept für Tomatensoße

Und das alles ohne in affigen Klamauk abzudriften.

Am Ende des F1lms - ich mochte ihn. Locker, witzig und ein klein wenig zu wenig überdreht (leider).

/* Spoiler Fehler ... 3 days to kill */

Bei einem Film mit dem gewissen "Unsinnsfaktor" will ich mal sehr gnädig sein und die Fehlerchen nicht zu arg abwerten.

Die Sache mit dem Aufzug: Ein Aufzug stürzt nicht einfach so ab, wenn man die Halteseile durchschiesst. Er wird dann von der Fangvorrichtung gehalten (was übrigens "Speed" sehr gut darstellt - genauso wie den "workaround", das Ding dann doch "zu Fall" zu bringen).

Der "kleine Schnaps zwischendurch" - ein Seitenhieb auf "Crank"? Egal. Dieser Fehler tut schon weh: wenn Ethan dieses "Alkoholproblem" hat, warum - verflucht - steckt er sich keinen Flachmann ein?

Audi und Peugeot.
Ich weiss nicht, wer wieviel gezahlt hat. Witzig wie der kleine Peugeot den grossen Audi von der Brücke rammt und (kleine Gemeinheit) Vivi fährt einen Peugeot RCZ - der dem Audi TT ja nur "ein bisschen" ähnlich sieht