Budget Beamer im Test: DBPower LED Projektor "LED-66"

Für Schnell Leser (tl;dr)

Was mir gefiel:

  • Optische Trapezkorrektur (Keystone)
  • LED Lichtquelle (keine Aufheiz-/ Abkühlphase)
  • günstiger Preis
  • HDMI Eingang
  • Fernbedienung (aber: viel zu viel Knöpfe)
  • Gut zugänglicher Luftfilter
  • USB Anschluss

Was mir nicht gefiel:

  • Laut
  • Auflösung nicht FullHD
  • Netzkabel zu kurz
  • Lautsprecher nur "erträglich" (vor allem zu leise)

Technische Daten

(gemessen):
Mindestabstand (gemessen): ca. 2,20 m 
Bildgröße dabei: ca. 1,4 m
Stromverbrauch: ca. 109 Watt
Standby: <2 Watt

(Laut Datenblatt):
Auflösung: 854x540 Pixel (in manchen Datenblättern steht auch 640 x 480)
Kontrast: 800:1
Lebensdauer LED: 20000 Stunden

Fazit: Man bekommt inzwischen erstaunlich viel für´s Geld. Die nicht "FullHD" Auflösung könnte ich verschmerzen, die Lautstärke des Lüfters nicht. Schaut und hört Euch das Video ganz unten an und urteilt selbst.


Am Ende des Posts verlinke ich ein 10 Minuten Youtube Video, das ich gedreht habe: erklärt werden die wichtigsten Einstellungen und Ergebnisse. Auch habe ich eine kurze Demo zur Lautstärke des Geräts aufgenommen.
 

Was hat die Lüfterlautstärke mit dem Zoomobjektiv zu tun?

Nichts und viel zugleich. Ein Objektiv, wie das hier verbaute, erlaubt in einem bestimmten Abstand genau eine (!) Bildgröße. Größeres Bild bedeutet, den Projektor weiter von der Projektionsfläche wegzurücken. Und damit rückt die Lärmquelle oft in Richtung des Zuschauers.

Zur Lüfterlautstärke liest man viele Meinungen, die von "Turbine" sprechen. Das ist übertrieben. Wie im Video gezeigt, empfand ich das Geräusch bei "meiner" Zimmerlautstärke des Testfilms allerdings als sehr störend. Vor allem der zweite Lüfter (weiter unten in den Teardown Bildern), der das Panel kühlt, sorgt für die nervige Geräuschkulisse.
 

USB Anschluß

Gern von mir ignoriert, weil oft nur stiefmütterlich implementiert. Mein Testfilm lief aber problemlos. Auch wenn sich die Anleitung ziemlich ausschweigt, wie der USB funktioniert, wenn man Filme abspielen möchte:

Wer es versuchen will: Als Quelle "Media" wählen, mit den Pfeiltasten navigieren, mit "Enter" die Auswahl bestätigen (der Film läuft im kleinen Fenster los) und dann (habe ich durch Probieren ermittelt) die Play Taste (Pfeil nach rechts) drücken, um in den Vollbildmodus zu wechseln.
 

Testbilder

Als Vergleich dient hier mein 60 Zoll LG Plasma. Der Projektor wird über den HDMI Anschluß mit einem 1080p Signal aus einem "Popcorn Hour C200" bespielt. Wichtige Einstellungen am Projektor:

  • Overscan aus: "Just scan"
  • Noise Reduction: "Off"
  • Sharpness: Minimum

Auflösung und Overscan

Auf dem Beispielbild sieht man deutlich, wie die verminderte Auflösung zu Artefakten im Bild führt (klicken für vergrößertes Bild).

Quelle der Kalibrationsmuster: AVS Froum (Link)

Farben...

Hier lässt sich im Menü noch ein bisserl nachwerkeln. Ich bin ganz zufrieden mit dem Projektor. Er löst die Farbbalken recht gut auf.

Nochmal Auflösung....

"Stört mich doch nicht, dann sind es eben weniger Pixel" könnte man sagen, ist aber nicht so: hier erscheinen deutliche Treppenmuster, die der Scaler da ins Bild bastelt.

 

Teardown - zerlegt

Das Gerät wirkt nicht "billig". Eher im Detail an jeder Stelle "gerade ausreichend" dimensioniert. Das Bild zeigt die Ansicht nach Abnehmen der oberen Platte mit einer Übersicht über den Lichtfluss und Luftstrom.

Das Licht fällt aus der LED Lichtquelle auf ein LCD Panel und trifft auf eine schwenkbare Fresnel Linse, die auch die optische Trapezkorrektur erledigt. Der folgende Spiegel lenkt das Bild durch das Objektiv.

Stromversorgung zerlegt

Das Netzteil macht einen soliden Eindruck. Eingangsfilter und Sicherung wurden bestückt. Auf Kriechstrecken wurde geachtet. Die Kühlkörper liegen im Hauptluftstrom des Lüfters (der über Heatpipes die LED Lichtquelle mitkühlt.

 

Video: "Einstellungs-Sachen" + Hörprobe

Das Gerät kurz in der Praxis gezeigt + ein kleiner Test: Wie laut ist der Lüfter wirklich?

 

 

 


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