Filmkritik: "Space Soldiers"

"Spare, spare, Filme drehe"! Wahrscheinlich waren da Schwaben am Werke, denn so sehen hier die Spezial Effekte aus. Ein Film zum wegwerfen.​

Es tut mir wirklich leid, dass ich diesen Film nicht länger als 15 Minuten ertragen habe. Der Witz an Scifi sind für mich (auch) die Special Effects und dieser Film punktet in dieser Beziehung einfach nur mit Lächerlichkeit (quasi "Babylon 5" mässig).

Schon der Weltraum in der ersten Einstellung wirkt komisch. Die Raumschiffe sehen absolut künstlich aus ​(Videospiel Niveau) und man sieht jeder Szene an, dass der Film im Studio vor einem Greenscreen gedreht wurde. 

Leider führt die SFX Inkompetenz der Beteiligten dazu, dass bei mir so gar keine SciFi Stimmung aufkommen wollte. Ich habe keine Ahnung, um was es in dieser Pixelorgie hätte gehen sollen.​

Einen Oscar müsste derjenige erhalte, der den Trailer so gekonnt aus diesem Murks gezaubert hat - hier sieht der Film schon wieder kinotauglich aus (nur komisch, warum der Trailer nirgendwo in HD Qualität aufzutreiben war - ich habe da so eine Vermutung...).

Filmkritik: "Die Logan Verschwörung"

Eine sehr gelungenge Melange zubereitet aus der "Bourne Verschwörung" und "Taken".

​Ein Ex CIA Mitarbeiter, der für eine Sicherheitsfirma arbeitet, verliert quasi über Nacht alles: Sein Arbeitgeber und seine Kollegen sind plötzlich verschwunden. Was ist passiert?

Der Film baut zwar am Anfang eine totalen Knäul aus Verwirrung auf, findet gegen Ende aber den rettenden roten Faden, der die Logik zurück bringt.​

Ich mochte es, wie der Held erst Stück für Stück den Halt verliert und ihn dann durch seine Aktionen aktiv zurückerobert (einen der grossen Stärken auch des ersten Teils von "Taken").

Wer bei "Taken 2" den Zug enttäuscht verlassen hat, sollte hier zusteigen!

Filmkritik: "Zero Dark Thirty"

0:30 oder "Zero Dark Thirty" kennzeichnet den Zeitpunkt an dem die Operation zur Tötung Osama Bin Ladins gestartet wurde. Ein spannender Film, der trotz 157 Minuten Laufzeit nicht langweilig wird.

​Das Drehbuch baut einen (fiktionalen) roten Faden um die - aus der Nachrichtenlage - bekannten Fakten: Wir begleiten eine Agentin auf ihrem Weg. Sie lernt verschiedene Foltermethoden kennen, beginnt Verhöre zu führen und Fakten zu sammeln. Die Jagd nach Bin Ladin wird ihr Lebensziel.

Der Film mag an einigen Stellen mit seiner Offenheit schockieren, aber er zelebriert die Gewalt nicht der Gewalt willen. Wenn die Navy Seals noch einmal "nachschiessen", um den Tot des Ziels sicherzustellen, mag uns das wenig heroisch erscheinen - das hat Realität leider manchmal an sich.

Kein Familienfilm - aber eine klare Empfehlung: Ein Film, den ich "Argo" klar vorziehen würde.​​

/* Spoiler */

​Mir gefiel das Ende: "Sie" ist vollkommen leer. Sie weiss nicht mehr wohin. Das Ziel ihrer letzten 10 Jahre Arbeit ist erreicht und jetzt sitzt sie allein im Flugzeug.

Eine DMax Doku fasst die "Operation Geronimo" etwas nüchterner zusammen. Ich würde diese Doku nach dem Film gucken (nicht vorher).

​

​

Filmkritik: "Switch - ein mörderischer Tausch"

Vielleicht hätte ein Drehbuchtausch den 'Switch umgelegt' und aus diesem Filmchen einen spannenden Psychothriller gemacht. Vielleicht.

Zum Inhalt. Sophie macht gerade eine richtig schlechte Phase durch. Ein Wohnungstausch scheint die Lösung aller Probleme zu sein. Doch leider erwartet sie ein richtiges böses Erwachen. Im doppelten Wortsinn.

Die Idee funktioniert so leidlich: Der Film baut auf ganz erträgliche Weise Spannung auf und liefert eine zumindest angedacht plausible Story. Mehr Lästerei nach dem Spoiler. 

Den Film muss man nicht gesehen haben - denn es gibt wahrlich bessere, die auf der Idee der 'verlorenen Identität' basieren.

 

/* Spoiler */ 

Das Drehbuch zieht das Ende dermassen an den Haaren herbei, wie Baron Münchhausen sich selbst aus dem Sumpf.
Beginnen wir bei der körperlichen Ähnlichkeit. Die ist schon bei zweieigen Zwilligen nicht mehr mit hoher Sicherheit gegeben.
So geht es dann auch weiter: Ihre Doppelgängerin muss eine Website erstellen, die nur für das Opfer gebaut wurde (und dann vollkommen aus dem Netz verschwindet), einen Termin organisieren mit einer Vertrauten, die dann ebendiese Website empfiehlt (um dann später den "Barschel" in der Badewanne zu machen) und noch einen Typen auf der Parkbank in Frankreich organisieren, der zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sitzt. 
Bei dem Aufwand hätte sie lieber einen Baseballschläger genommen und hätte sich ins Flugzeug gesetzt.

 

 

 

 

 

 

Filmkritik: "Argo"

Hat "Madam President" diesem Film den Oskar mit Recht verliehen. Ich denke nicht. Trotzdem bleibt "Argo" ein spannender unterhaltsamer Actionfilm, der sich wahrlich nicht hinter vielem anderen, was so in die Kinos schwappt, verstecken muss.

Der Hype um den Film und die Story führt leider dazu, dass die meisten den Hintergrund inzwischen kennen und das Ende des Films somit schon gespoilert wurde. Bei einer "Geschichtsverfilmung" bleibt dies unausweichlich.

Ben Affleck hat sich hier endlich einemal wieder eine passable Rolle zusammengestrickt. Auch die anderen Schauspieler füllen ihre Rollen perfekt aus.

​Ein familientauglicher Actionfilm mit Doku Flair.

Ergänzung (10.03.2013): Gerade habe ich "Zero Dark Thirty" gesehen und als deutlich intensiver und spannender empfunden. Ich denke, dass ein paar klitzekleine politische Erwägungen bei der Entscheidung zum "besten Film" beteiligt waren....

Serienkritik: "House of Cards"

Wie ein (weisses) Kartenhaus scheint Franks politische Karriereplanung von einem Moment auf den anderen einzustürzen. Den Job des Aussenministers, der ihm versprochen war,  wird ein anderer bekommen.

Das trifft den leidenschaftlichen Schachspieler wie ein Schlag ins Gesicht. Noch mehr wurmt Frank sein eigenes Versagen, diese Möglichkeit nicht vorhergesehen zu haben.  Das muss sich ändern und Frank beginnt seine Figuren der Macht auf dem Schachbrett der Politik zu platzieren. Frank spielt ohne Emotion - einzelne Figuren mögen eine zeitlang nützlich sein, andere taugen als Opfer. Und so baut er ein neues Kartenhaus und diesmal geht er vollkommen rücksichtslos vor. Sehr intensiv und sehr empfehlenswert (mehr in den Spoilern nach dem Trailer).

Weiter zur Kritik der Season 2 geht es hier (Link)....

Die Serie spielt auf mindestens drei Haupthandlungsebenen.  Auf der zweiten Handlungsebene versucht sich Franks Frau - nicht weniger kaltschäutzig als Frank selbst - als Samariterin der "CWI" (Clean Water Initiative). Auch sie opfert bedenklos "Bauern", wenn es ihrem "Spiel" nutzt. Richtig spannend wird es, wenn ihre Ziele mit denen ihres Mannes zu kollidieren drohen.

Denn die beiden führen eine sehr offene Ehe: Als Frank um ihre Hand anhielt, versprach er ihr nicht die ewige Treue, sondern "...dass es niemals langweilig" wird. Und das leben die beiden auch. In einer sehr ungewöhnlichen Beziehung in der man die beiden nie intim mit einander werden sieht. Das Teilen der Zigarette am Abend scheint das Maximum an Intimität zwischen diesen ungewöhnlichen Individuen zu sein.

Filmkritik: "Stirb Langsam 5 - heute ist ein guter Tag zum Sterben"

Bruce Willis kneift zwar die Schweinebacken zusammen, doch auch er kann gegen das belanglose Drehbuch nicht gewinnen. Nach dem grossartigen vierten Teil enttäuscht diese lieblose fünfte Variante sehr. Eigentlich will er ja nur heldenhaft seinen Sohn retten. Aber natürlich kommt es ganz anders. Das Drehbuch an sich stellt sich ja nichtmal wirklich dubbelig an. Die Story hätte aber eher für eine 45 Minuten "Nikita" Folge ausgereicht. Das ist "Stirb langsam" und wir haben Ansprüche - Gell Ihr Schweinebacken (mehr Kritik nach dem Trailer im Spoilerteil)!

Apropos Ansprüche: Der Film beginnt mit langen Grossaufnahmen und Wackelkamera. Das geht schonmal gar nicht. Da wirds Dir ja schlecht. Die Action danach "geht so". An den Special Effects möchte ich nicht rummeckern; die sind allererste Sahne (vor allem gegen Ende).

Für mich versagt der Film im Punkt "Selbstironie" (als letzte Rettung) vollkommen: es reicht nicht, sich selbst zu zitieren und auf Bruce Willis´Alter anzuspielen. In "R.E.D." ging es doch auch mit Witz und genialen Ideen ("Hol das Schwein" - fällt mir da spontan ein). Die Szenen mit Bruce und seinem Sohn im löchrigen verbluteten T-Shirt - im Ernst: mehr fällt Euch nicht ein?

Ausblick:  Schwarzenegger hätte den Film sicher gerettet. Als Bruces´ Sohn wäre er  in eine Szene gehüpft, hätte sein Alter mit Zeitreisen begründet ("Du weisst doch wie das mit den Time-Loops und den Maschinen ist, McLane"), Bruce erschossen und "diesmal stirbst Du schnell" gebrüllt. Und das in den ersten 5 Minuten. Den Film würde ich mir ansehen.

Schade: die letzten Bruce Willis Filme konnten mich alle nicht mehr überzeugen.


/* Spoiler - Kann Gas Radioaktivität abbauen - neutralisieren? */

Wie hingerotzt war das denn? Sein Sohn (interessant wie ne leere Milchtüte) sitzt in Russland im Gefängnis - ist aber Agent. Ziemlich bescheuert dagegen nett war der "Double Twist" am Ende. Und hier liegt der Hund des Films unter der Erde: Es ist entweder vollkommen belanglos, was da abgeht oder total gaga. In Tschernobyl wurde Uran gestohlen. Wie lange ist das nochmal her?

So geht es munter weiter: Man sieht die Drehbuchlöcher förmlich auf sich zurasen: da tappst eine kleine Armee in Ganzkörper Schutzanzügen im verseuchten Gebiet herum und Bruce rennt im T-Shirt hinterher. Das Problem wird mit irgendeinem Wundergas gelöst, das die Strahlung abbauen soll. Leute, Leute! Das hat so einen grossen Bullshit Faktor, dass "Transfomrers" dagegen wie eine Dokumentation wirkt. Das tut doch weh im Kopf!

29C3 Best Ofs - eine Liste meiner favorisierten "Hacker" Talks vom Chaos Computer Congress 2012

Nur für Geeks? Einige Talks dieses Kongresses kann ich auch "Normalinteressierten" Empfehlen. Hier meine ultimativ subjektive Kurzzusammenfassung: "FNord News Show": Das absolute "Must See". Nicht nur für Geeks - auch Computer Interessierte kommen hier auf Ihre Kosten. Der unterhaltsame Jahresrückblick aus der Sicht von Fefe von Frank Rieger: Link.

"Security Nightmares": Dieser Talk hat schon einen etwas höherem  Geek Faktor (kein Informatik Studium notwendig). Die IT Sicherheitskatastrophen im vergangen Jahr. Herrlich trocken zusammengefasst von Ron und Frank Rieger. Link

"How i meet your pointer": Sehr unterhaltsamer Talk über Fuzzing - aber eher was für Programmierer. Link.

"Open Source Schlüssel und Schlösser": Witzig. Für alle, die noch nicht viel von Lockpicking gehört haben. Auch für den "Einsteiger" (Wortspiel!) erschreckend. Link.

"Milking the digital Cash Cow": Wer immernoch denkt, kontaktlose Zahlungssystem wären sicher, dem sei dieser Talk empfohlen. Viele Lacher - gut vorgetragen - mittlerer Geek Faktor. Link.

... to be updated ... (Stand 31.01.2013)

Filmkritik: "Flight"

Ganz netter Denzel Washington Streifen an dem mich so einiges stört. Denzel spielt in diesem Film einen Piloten. Man sieht in aufstehen und Drogen konsumieren. Dann steigt er ins Flugzeug. Die Maschine hat ein kleines ("wir werden alle sterben!") technisches Problem  - aber Denzel rettet einen Grossteil der Passagiere in einer grandiosen (Crash)Notlandung.

Denzel landet im Krankenhaus, nimmt lustig weiter Drogen und es kommt zu einer Verhandlung. Dies war jetzt kein Spoiler.

Dieser Film bleibt (nach der Notlandung) relativ Action-frei. Nur für "Geniesser", die Denzels schauspielerische Leistung schätzen möchten, zu empfehlen.


/* Spoiler - Kritik - Aussage - Rückenflug */

Ist der Rückenflug überhaupt möglich? Wühlt man in der Wikipedia, so scheint es zumindest plausibel zu sein. Mit Problemen allerdings. Schmierung und Treibstoffzufuhr müssen für diesen Zustand vorgesehen sein. Soweit mein Gedächtnis reicht, wird diesem Umstand im Film sogar entsprochen. Es gibt recht schnell Probleme mit den Motoren. Es gibt einen realen Fall  bei dem das zumindest versucht wurde. Dieser endete aber in einer Katastrophe.

Nun aber zu meinem Hauptproblem mit dem Streifen: Der Film war nicht spannend. Am Ende des Tages fragte ich mich, was das alles sollte: Der Pilot ist die ganze Zeit überzeugt, dass er der einzige sei, der die Leute retten konnte (das Gegenteil lässt sich nicht beweisen).  Am Ende (vor dem Untersuchungsausschuss) übermannen ihn dann "zu viele" Lügen ("Eine Frage der Ehre"?) .Er sagt die Wahrheit, was ihn ins Gefängnis bringt.

Aber was wollte uns der Autor mit diesem Film sagen? Unter Drogeneinfluss kommt man auf tolle Ideen (Flugzeug auf den Kopf stellen und weiterfliegen) und rettet Menschenleben? Naivlinge könnten diesen Schluss ziehen - und das passt mir so nicht, denn in Extremsituationen wird die objektive Entscheidungsfähigkeit in Mitleidenschaft gezogen. Fliegen unter Drogen geht gar nicht.

Filmkritik: "Fire with Fire"

Ein erträglicher Actionfilm - in dem auch Bruce Willis mitspielt. Ein Feuerwehrmann wird Zeuge eines Verbrechens. Sollte es aussagen, ist sein Leben in Gefahr. So richtig neu klingt das zwar nicht, aber man es aushalten (mehr Kritik diesmal im Spoiler nach dem Trailer).

Alternativempfehlung aus dem Genre: "Taken" oder "Man on fire".


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/* Spoiler - gelber Alarm */

Mit Überraschungen geizt dieser Film wirklich - denn der einigermassen ausgebildete Actionfan sieht beinahe alles kommen:

- der Titel "Fire with Fire" - hm - ist das symbolisch gemeint?

- der Held ist Feuerwehrmann und erzählt lang und breit, wie er das Vertrauen der Leute gewinnt, die er retten muss. Das werden wir sicher noch brauchen. Aber wer wird ihm denn durch die (realen oder metaphorischen) Flammen folgen müssen?

- Er lernt schiessen - also wird er es brauchen.

... leider geht es so weiter und weiter. Ein Film für "Actionanfänger", die "Die Hard" noch nicht gesehen haben.

Filmkritik: "Django unchained"

An dem Film gibts nichts zu meckern! In Tarantinos possierlichem "Spaghetti Western" - "Südstaatenepos" Django reitet Christoph Walz als pekierlich formulierender Deutscher und Kopfgeldjäger durch Prärie und Wind.

Über Django selbst stolpert der "umgeschulte"  Zahnarzt nur zufällig und die beiden machen einen Deal. Der Grundstein für eine herrlich makaber-humorige Tragödie ist gelegt.

Sinnlos - alle Referenzen aufzuzählen, die Tarantino zusammengeschnitten hat. Die "woher-kenne-ich-das Momente" reihen sich endlos aneinander: Das Esel Thema des Soundtracks  stammt beispielsweise aus "Ein Fressen für die Geier"; es folgen Sound-Referenzen auf "Die Grausamen", "Under Fire" und "Mein Name ist Nobody" (inklusive der Pferd-Szene am Ende).

Quentin liebt das "blutige Ballett" - ironisch übertriebene Schiessereien und weithin spritzendes Blut. Der finale Shootout erinnert ein klein wenig an "Matrix" (die Hallenszene) - nur mit viel viel mehr Blut.

/* sinnloses Wissen */ Tarantino selbst erwähnte auf der Comicon, dass "Broomhilda Von Shaft" als UrUrUrUrUrGrossmutter der "Shaft" Figur aus den gleichnamigen Filmen angelegt wurde.


Filmkritik: "Hotel Transilvanien"

Eine herrliche, animierte Monsterparty voller Seitenhiebe auf die handelsüblichen Popkultur Monster. Der Humor könnte zwar für meinen Geschmack etwas schwärzer sein - dafür bleibt die Komödie absolut familientauglich. Drakula hats echt nicht leicht. Wie jedes Jahr organisiert er zur Geburtstagsfeier seiner Tochter (die gute wird schnuckelige 118) ein Fest, zu dem standesgemäss natürlich nur Monster eingeladen sind. Doch leider verirrt sich ein Mensch in diese Veranstaltung und die "Horror Picture Show" beginnt.

Was hab ich gelacht. Dieser Film macht einfach nur Spass! Herrlich, wie die Rollen verkehrt wurden: Das "Monster" ist hier eigentlich der Mensch!

Mehrmals anschauen, dürfte bei diesem Film sicherlich kein Problem sein. In jeder Ecke lauern neue liebenswerte Details und warten darauf, entdeckt zu werden (Der Koch und die Ratatouille Maus/Ratte, der Unsichtbare beim Rasieren usw usw).

Englische OV empfohlen!


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Filmkritik: "96 Hours - Taken 2"

Der arme Liam Neeson hat dieses Drehbuch wirklich nicht verdient - und die armen Leute vor dem Projektionsgerät auch nicht! Greulich, wie hier Talent vergewaltigt wurde. Herr Neeson wird geschnappt (seine Frau nehmen die bösen Menschen auch gleich mit).   Sie wollen alle töten, aber er will das nicht.  So kindlich formuliert das klingt, so bescheuert hat Olivier Megaton diesen Handlungsmatsch im Treibsand der Logik versenkt.

Guckt den ersten Teil und vergesst den zweiten - mehr dazu im Spoiler nach dem Trailer.


/* Spoiler "alles wird verraten": Logikfehler in Taken 2 */

Ich kriegte wirklich schon beim Anschauen Zustände: wir erinnern uns: Herr Neeson hockt da halb kniend mit den Händen an irgendeiner lustigen Stange gefesselt und man fragt sich doch zwangsläufig, wozu diese komische Körperlage gut sein soll

Keine  Angst. Es macht wirklich Sinn. Denn an sein Geheimhandy im Strumpfband kommt er wirklich nur in dieser Körperhaltung. Er zieht das Handy raus und telefoniert mit seiner Tochter. Das darf doch nicht wahr sein! Anscheinend hat dieser Mensch nur zwei Kontakte in Krisensituationen. Mega-Räusper! Seine Tochter muss jetzt die Familie retten.

Achtung! Hier kommt die einzige sehenswerte Stelle des Filmes: er lässt seine Tochter eine Explosion ausführen und ermittelt aus der Schalllaufzeit den Radius auf dem er selbst  sich befinden muss. Zusammen mit der Route, die er sich gemerkt hat, ergibt das seinen Aufenthaltsort. Super gemacht - tolle Idee - realistisch umgesetzt.

Jeder andere hätte aber vorher schon gesagt: "Ruf den netten Onkel von der Botschaft an, der soll viele viele Menschen mit dunkler Sonnenbrille schicken"... Das wäre wohl zu einfach gewesen.

Ich spule gedanklich zurück: Der Held hat ein Handy und da weiss doch wirklich jeder Sonderschüler im 1 Aufbausemester, dass man die Dinger in Städten recht präzise orten kann. Er hat Freunde bei der Botschaft, somit auch beim Geheimdienst. Da schreist Du wirklich den Bildschirm an: "ortet das verdammte Mobiltelefon Ihr Trottel".

Ich bin noch nicht fertig mit dieser Szene: er befreit sich ganz schnell von seinen Fesseln. Ein bisserl Rubbeln und gut. Jetzt reichts. Seine Peiniger wissen, mit wem sie es zu tun haben. Die haben sicher nicht das billige Ikea Seil genommen, sondern die "hält eine Tonne" Eisenkette von Ob!

Man sieht diesem Film an, wie er aus der Not geboren wurde, einen zweiten Teil abliefern zu müssen. Koste es, was es wolle.

Serienkritik: "Homeland"

Selten begeistern mich "DGH" ("durchgehende Handlung") Serien. Homeland hat es geschafft, mich 2 Seasons lang bei der Stange zu halten. Season 1 Die Grundstory lässt sich sehr schön spoilerfrei erzählen. Ein Armeeanghöriger (Brody) wurde von bösen Terroristen verschleppt. Erst nach 8 Jahren wird er zufällig befreit. Die CIA Feldagentin Carrie erfährt von einem geplanten Anschlag auf die USA und einem "umgedrehten" POW (Prisoner of War).

Ist das etwa Brody? Sie beginnt auf eigene Verantwortung zu ermitteln.

Für mich war die Serie ein absoluter Überraschungstreffer. 12 Folgen lang vermag sie,  immer wieder zu faszinieren. Der Spannungsbogen wurde exzellent geplant und die Schauspieler liefern gigantische Leistungen ab. Vor allem "Carrie", die gegen Ende der Season so richtig gefordert wird (und sich auch in Staffel 2 hervorragend macht).

Mir gefällt die ruhige Erzählweise. Eine (!) Story wird in 12 Teilen erzählt. Keine übertriebene Action und wenig Gerenne, dafür umso mehr Spannung zeichnen diese Serie aus.

Es gibt eine zweite Season - mehr im Spoiler (den man diesmal lesen kann, ohne den Haupt Twist verraten zu bekommen).

/* Spoiler Season 1 - "gelber Alarm" (ich verrate nicht alles) */

Carries Bipolarität gibt ihr die Möglichkeit, ihr schauspielerisches Talent richtig auszuleben. Sie ist der eigentliche Star der Serie. Mir gefiel sehr gut an dieser Season, dass man nicht das "24" Ende gewählt hat: alle Probleme sind in 10 Minuten gelöst. Offen ist bis dato, wer die Rasierklinge zugespielt hat. Von Brody wissen wir, dass er den Lügendetektortest umgehen kann, aber auch Saul käme in Frage (und seine erste "Sitzung" lieferte ja ein recht verdächtiges Ergebnis).

/* Spoiler "Roter Alarm": Einige Gedanken zu Brody - das Ende von Season 1 */

Brody scheint ein wenig von Carries Bipolarität "geerbt" zu haben. Die jahrelange Gefangenschaft hat ihn sichtlich gebrochen. Sein Peiniger Abu Nazir und dessen Sohn sind zu seiner Familie geworden (siehe Stockholm Syndrom). Als Nazirs Sohn bei einem Drohnenangriff ums Leben kommt, den der jetzige Vizepräsident der USA zu verantworten hat, ist Brody zum idealen Werkzeug für Abu Nazir geworden. - so scheint es. Doch Brodys Liebe zu seiner Familie und seinem Land, machen einen Strich durch die Rechnung. Am Ende stoppt er den grausigen Anschlag; letztendlich nur aufgrund der Zuneigung zu seiner echten Famile (die amerikanische Welt ist wieder in Ordnung).

 

Season 2

Man sollte auf jeden Fall die erste Season gesehen haben, bevor man mit der zweiten weitermacht. Auch hier macht die Story (der ich eigentlich nicht zugetraut hätte, noch eine Season weiter zu tragen) einige unerwartete Abzweigungen...

Die zweite Season hält, was die erste versprach. Ich kann nicht viel kritisieren ohne die Handlung vorwegzunehmen. Ich bin Season 2 mit Begeisterung gefolgt.

Der einzige "erlaubte" Spoiler: Season 3 wird produziert.

/* Spoiler "Roter Alarm" - Brodys Motive */

Wir wissen immer noch nicht, wer für die "Sache mit der Rasierklinge" verantwortlich ist.

Auf den ersten Blick scheint sich Brody widersprüchlich zu verhalten. Er tötet einen Mitattentäter, den Vizepräsident, rettet aber Carrie und verlässt seine Familie. Folgt man seinem Psychogramm aus Season 1, finde ich keine wirkliche Überraschung in diesen Taten: Er rettet Carrie, denn in sie hat er sich verliebt. Sie ist seine neue Familie; mit ihr versteht er sich. Sie weiss alles über ihn und liebt ihn trotzdem. Deshalb fällt es ihm auch leicht, ihr Leben gegen das des Vizepräsidenten einzutauschen. Das Ende der Season hinterlässt gemischte Gefühle. Season 3 ist bestellt, somit war klar, dass die Handlungsträger nicht sterben dürfen und weiterhin im Spiel bleiben sollten.

Kritik: "Die Fahrerflucht" Story will nicht so recht ins Gesamtbild passen, da überflüssig. Die Serie scheint inzwischen auf "endlos" angelegt zu sein, was ich sehr bedauere. Brody wird zum "running" Gag (schönes Wortspiel), der sicherlich auch in Staffel 3 wieder wichtig sein wird. Ich spekuliere hiermit, dass seine alte Familie als Geisel genommen wird (somit könnten alle Personen in der Handlung verbleiben).

 

Ergänzung (04/2016):

Staffel drei habe noch angeguckt und mehr und mehr das Interesse verloren. Staffel vier nur ein paar Folgen gesehen. Die Serie hat mich verloren. Staffel 1 und 2 waren im Nachhinein die besten.

Filmkritik: "Resident Evil - Retribution"

Die "Resident Evil" Filmreihe gehört (ausser dem ersten Teil) zu meinen "Guilty Pleasures". Auf der einen Seite schäme ich mich beinahe ob der Handlungs- (dafür aber nicht Blut-) Armut der Serie. Mit Mila und Zombies verhält es sich ähnlich wie mit Kate und den Lykanern (in Underworld). Allesamt sind sie unglaublich schwachsinnige Filme, deren visuelle Choreographie (und natürlich auch die unterdurchschnittlich hässlichen Mädels) doch Freude bereiten kann. "Retribution" schliesst nahtlos an, wo "Afterlife" endet. Und dies mit einem tricktechnisch genialen Feuerwerk, welches nach ungefähr 20 Minuten noch einmal überboten wird (das Ende der Tokyo Szene). Leider gibts auch CGI Schlampereien, für die jemand erschossen werden müsste. Der "Rolls" im Untergrund sieht viel zu künstlich aus und passt nicht in die - ansonsten hochwertige - visuelle Qualität.

Die Handlung - achje - war da etwas? Nach diesem Film kann man ein Computerspiel schreiben: "Level Tokyo completed" - aber mehr möchte ich nicht verraten. RE- Retribution dürfte einer der wenigen Filme sein, die man mit zwei Worten zusammenfassen kann: "Raus hier" - das ist die Handlung. Und es stört mich nichtmal.

Ich habe hier den Teaser angehängt, denn der original Trailer verrät mir schon wieder zuviel.

Wer "Resident Evil" mag, hat vielleicht auch an "Underworld", "Zombieland", "Tucker & Dale vs Evil" und "Cabin in the woods" Spass - wer diese Filme ernst nimmt, hat sie nicht verstanden ;-) Und sollte es jemand noch unsinniger mögen, dem sei Bolls "Bloodrayne: The Third Reich" empfohlen, den man getrost als Satire auf obige Filme verstehen kann (die ich selbst schon als Satire auf das gesamte Genre deute).


/* Spoiler */

Alice überlebt und es geht weiter....

Filmkritik: "Looper"

Die Enttäuschung kam überraschend. Leider hatte ich von diesem Film viel mehr erwartet. Man verzeihe mir das Wortspiel, aber man möchte nach 1,5h Bruce Willis zurufen "Stirb langsam - aber stirb!". In der Zukunft wird es immer schwerer, Leichen anständig und unauffällig zu entsorgen, deshalb werden mit der Erfindung der Zeitreise auch die "Looper" erfunden. Zu ihnen schickt man aus der Zukunft die Delinquenten (die passenderweise eine Art "gelben Sack" tragen).  Looper übernehmen das Killen und die sortenreine Entsorgung. Das klingt genauso schwachsinnig, wie es ist. Punkt.

Die unsinnige Story alleine macht den Film aber noch lange nicht zur Katastrophe. Leider passiert auch nach etwa einer Stunde Laufzeit nicht wirklich viel Interessantes. Wenn´s mal wieder langweilig wird, müssen die Akteure ins Maisfeld laufen oder irgendwen erschiessen oder beides.

Die letzte Viertelstunde kann teilweise entschädigen. Wenn sich die Fäden ordnen, mag man den abgesessenen Hintern vergessen und den ganzen Quatsch für marginal sinnvoll halten. Ich werde mir jetzt erstmal wieder Terminator 2 reinziehen. Sarah Conners Kommentar am Ende lässt mir immer noch eine Gänsehaut den Rücken herunterlaufen ("wenn selbst ein Terminator den Wert des menschlichen Lebens schätzen kann, werden wir es vielleicht auch einmal können"), während dieser Film eigentlich nur ein Achselzucken hinterlässt.

Es bleibt ein Film, den ich als "ärgerlich" bezeichnen möchte.


/* Spoiler - roter Alarm */

Schon allein das Konzept erscheint absolut sinnlos: Man kann in der Zeit zurückreisen, aber eine Leiche nicht spurlos verschwinden lassen? Demgegenüber erscheinen  "Zurück in die Zukunft" und "Terminator" wie reine Dokumentarfilme.

Jaja. Er muss sich selbst erschiessen, um den Mechanismus zu durchbrechen, sonst grüsst ihn morgen auch noch das Murmeltier...

Während der Film lief, lief in meinem Kopf schon die Satirefassung dazu: Sie treffen im Kornfeld zufällig Mel Gibson, der gerade "Signs 3" dreht und kurz darauf von einem De Lorean überfahren wird in dem Dr Who sitzt und Bruce Willis "run" zuruft - der Regenmacher wird von Dustin Hoffman ("Rainman") gespielt und Tom Cruise hat ein kurzes Cameo und im Abspann läuft "let´s do the time warp again"...

Filmkritik: "Claustrophobia"

Filmkatastrophe, die gerade mal so erträglich die übliche "niedliches Mädel wird gekidnappt und gefoltert" Story erzählt. Ich würde den Film überspringen und lieber "Misery" anschauen - ähnliche Idee - aber brillant umgesetzt (Details - die gesamte Story mit dem unvermeidlichen Ende und meine Kritik nach dem Trailer).

https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=ZdXxhhgtPFU

/* Spoiler - ROTER ALARM - ich verrate die ganze Handlung, das Ende und die Fehler */

Der Film wirft uns wirklich gnadenlos alle Klischees auf die Mattscheibe: Da ist die angehende Tierärztin, sie kann keiner Ratte was zuleide tun, sezieren findet sie bäh. Ok. Der Film wird eine medizinische Ausrichtung haben. Es gibt auch noch den Typ, der als Kind von seiner Möchtegernfreundin 3 Tage lang eingesperrt wurde und jetzt mit einem Dachschaden durchs Leben rennt. Seine Strafe für die Peinigerin wirkt drastisch. Er setzt sie so unter Drogen, dass sie sich nicht mehr bewegen kann. Das schädigt aber ihre Nieren und so braucht er ab und zu "Nachschub" um sein diabolisches Spiel weiterführen zu können.

Logische Brüche:

- Er entführt erst das Mädel und klärt dann, ob die Organe kompatibel sind. Das ist nur einer der "Facepalm" Momente in diesem Machwerk. Mehrere Male entkommt sie ihrem Peiniger, aber macht es nie "richtig". Das mag man beim ersten Mal noch nachvollziehen können, aber spätestens beim zweiten Mal, sollte sie auf Idee kommen, den Typen final zu "terminieren". - glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass mit dem gezeigten Ventilator so viel Unterdruck erzeugen kann, dass ein Mensch ersticken kann (oder zumindest zu röcheln anfängt)? - an keiner Stelle wird erklärt, warum er am Anfang eingesperrt wurde. Sie geht einfach. Was soll das?

Aber am Ende wird alles gut und sie wird eine ganz tolle Schauspielerin - TOLL!

Filmkritik: "Who killed Marilyn?"

Mitten in der eisigen Kälte des juristischen Niemandslands zwischen Frankreich und der Schweiz liegt die Leiche eines Mädchens im Schnee. Die örtliche Polizei ermittelt rasch Selbstmord. Doch David, ein Krimiautor auf Ideensuche, interessiert sich für den Tod der Lokalschönheit und beginnt, ihre Geschichte zu ermitteln. Parallelen zu Marilyn Monroe und ihrem Tod werden immer deutlicher - was ist wirklich geschehen? Er scheint den Stoff für seinen neuen Roman gefunden zu haben.

Schrullig, romantisch und sanft witzig. So möchte ich diesen Film beschreiben, der eigentlich (räusper - mehr im Spoiler nach dem Trailer) so recht in kein Klischee passen möchte. Ein bisschen folgt er der Tradition von "Fräulein Smillas Gefühl für Schnee" . Aber auch wirklich nur ein bisschen.

Schaut ihn Euch an!

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=8BTxS_7b0l4

/* Spoiler - ROT (wichtige Teile des Endes werden verraten) */

Ich mag diese Geschichte, die weniger Krimi sein möchte, als verzwickte Liebesgeschichte. Marilyn (nennen wir sie weiterhin so) hat sich in den Krimiautor verliebt. Dabei sagt sie selbst "fürchte Dich vor Menschen, die vorgeben, Dich zu lieben, ohne Dich zu kennen". Hier scheint sie eine Ausnahme zu machen, wie in ihrem verspätet ankommenden Brief an David deutlich wird. Sie hat sich in ihn verliebt und er sich in sie. Tragisch.

Aber wer hat Marilyn eigentlich umgebracht? Die Jungs, die sie vergewaltigen wollten und ihr Drogen gaben? Der Polizist, der sie erstmal ruhig stellen wollte? Moralisch sind beide Taten zweifellos verwerflich; letztendlich ist Marilyn aufgrund eines ungünstigen Zusammentreffens mehrerer Ereignisse gestorben. Die Psycholgin, die ihr die finale Spritze setzte, ist dabei noch die Unschuldigste von allen.

Ein wiederkehrendes Motiv im Film ist die Ziffer "5" - die sich wie der Duft nach Chanel Nummer 5 (laut Überlieferung das einzige, was Marilyn Monroe im Bett trug) durch den ganzen Film zieht.