Filmkritik: "Dredd" (2012)

Eine actiongeladenes Actionspektakel, das nicht nur durch die Dämlichkeit der Dialoge und der Handlung aus der Masse hervorsticht, sondern auch mit einem fantastisch idiotischen Ende überrascht.​

Handlung gibt es wenig: Dredd ist Judge und muss aufräumen in einer ziemlich kaputten Zukunftsversion unserer Welt. Viel mehr intellektuelle Herausforderung wird hier nicht geboten. Normalerweise stört mich das nicht - ich sehe auch gerne Filme wie "Resident Evil", den letzten Teil von "Underworld" oder "Total Recall" (die neue Fassung), die sich ähnlich handlungsarm präsentieren.

​Interesse weckten bei mir die SlowMotion Spezial Effekte. Hier wird dem Auge etwas geboten, was man sonst selten sieht. Mit mikroskopischer Genauigkeit löst die Kamera den Einschlag einer Kugel in alle Details auf, die man eigentlich gar nicht sehen will. 

Und hier macht der Film einen Fehler: diese Slowmotion Technik drängt sich überall in die Handlung und stoppt den Fluss. Der Film wirkt somit insgesamt "langsam". Schönes Gegenbeispiel die Explosion am Anfang von "Pasword Swordfish" - die den Kamerschwenk und die Zeitlupe dramaturgisch genial einsetzt und die ganze Grausigkeit des Geschehenen zusammenfasst.​

Leider fasziniert der Film nur durch seine sich in schmerzen windenden Logiklöcher (mehr im Spoilerbereich hinter dem Trailer).​

Ich bin mir nicht mehr sicher, ob das Original viel besser war. Und - direkt gesagt - habe ich auch gerade keine Lust, mir das anzutun. Ihr seid aber eingeladen, einen Kommentar zu hinterlassen.

Alternative Empfehlung: "Blade Runner" (das einzig wahre Endzeitszenario), "Mad Max III", "Die Klapperschlange"​.

Dredd Exclusive Trailer Debut [HD] Director: Pete Travis Release: 9/21/2012 Studio: Lionsgate Website: http://dreddthemovie.com/ Facebook: http://www.facebook.com/dreddthemovie Twitter: http://www.twitter.com/LionsgateMovies The future America is an irradiated waste land. On its East Coast, running from Boston to Washington DC, lies Mega City One- a vast, violent metropolis where criminals rule the chaotic streets.

/* Spoiler - Ende und andere Filmfehler von Judge Dredd */

Dieser Film wirft nur mit brachialen Fehlern und Logikblackholes um sich - folgend nur die niederschmetterndsten Beispiele:

  • Ich fange mal klein an: als die Waffe explodiert, weil sie vom Falschen abgefeuert wird, war ich schon skeptisch. Keine Warnung? Die Typen müssen ja Vertrauen in ihre Technik haben... och es wird schlimmer:

  • Keiner kann aus dem Gebäude. Aber plötzlich (nur weil ein klitzekleines Loch in der Wand ist) reicht die panzerbrechende Munition aus, das Hindernis zu sprengen.

  • Direkt danach - Dredd ist immer noch am Leben obwohl "Mama" beinahe das ganze Stockwerk evaporiert hat - stolziert Dredd aus den abziehenden Rauchschwaden. Mama sieht ihn und steht dumm rum. Zwei Megakanonen stehen neben ihr - in Reichweite. Es wäre so simpel ihn niederzumähen. So schnell kann er niemals laufen (mit der Gangart sowieso nicht).

  • Anschliessend: Die "Verstärkung" klingelt an der Haustüre und lässt sich abspeisen. Das darf doch nicht wahr sein. "Das Gesetz" hat keine grössere panzerbrechende Waffe dabei? 

  • Das Ende und Mamas Herzschlag Überwachung: Jetzt kräuseln sich mir wahrlich die Fussnägel.
    Die Endszene ist folgendermassen gedacht: dadurch dass Mama soundsoviele Stockwerke runterfällt, wird das Signal des Zünders zur Bombe unterbrochen (zu viel Stahlbeton dazwischen) und ihr Tod löst die Bombe nicht aus. Tolle Idee - oder? Ich hätte da ein gewaltiges "aber" zu bieten:
    Selbstverständlich baut man so einen "Totmannzünder" derart auf, dass die Bombe auch bei Signalverlust losgeht. Ich könnte mir auch denken, dass jemand wie Mama auch noch einen Knopf oder ein Stimmenkommando zur direkten Zündung vorsieht. Ein gigantisches Logikloch. Denn im einen Fall wird die Bombe automatisch gedzündet, im anderen hätte sie angeschossen die Explosion noch auslösen können.

 


HE IHR!  Ja GENAU DU!

Dredd [Blu-ray]
EUR 8,99
Starring Karl Urban, Lena Headey, Olivia Thirlby

Filmkritik: "Agent Hamilton"

Die Schweden haben hier einen recht anschaubaren Agentenfilm gebastelt, der von mir sehr gute Noten für "Drehbuch, Handlung" und gute Noten für "schauspielerische Leistung und Glaubwürdigkeit" bekommt.

Agent Hamilton ist hart und direkt. Er will kein Bond sein, das lässt das sehr gute Drehbuch schon sehr schnell durchblicken. Der Film ergiest sich nicht in sinnlosen Blutorgien, aber er zeigt Gewalt durchaus detailreich und unverblühmt. Eben in der typisch trockenen "schwedischen" Erzählweise.​

Kein Film, der einen aufgrund der Effekte oder der Situationskomik vom Sitz reist (der Streifen nimmt sich sehr ernst und das ist auch gut so). ​

Für  mich ein gut anschaubarer Actionfilm mit einem ungewöhnlichen Hauptdarsteller. Es gibt einen zweiten Teil... doch dazu später mehr in diesem Theater....​

...mehr im Spoilerbereich hinter dem Trailer.

iTunes: http://itunes.apple.com/de/movie/agent-hamilton/id553628262 Amazon DVD: http://www.amazon.de/Agent-Hamilton-Mikael-Persbrandt/dp/B0087CBYHQ/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1348733237&sr=8-1 Amazon Blu-ray: http://www.amazon.de/Agent-Hamilton-Blu-ray-Mikael-Persbrandt/dp/B0087CBYQM/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1348733237&sr=8-2 Facebook - GEFÄLLT MIR! http://www.facebook.com/AscotEliteHomeEntertainment YouTube Kanal: http://www.youtube.com/user/Ascotdrei3333 Newsletter http://www.ascot-elite.de/movies/index.php Weitere Infos: http://www.ascot-elite.de/movies/index.php?sel=&movie_id=1267 HotDoks Webseite: http://www.hot-doks.de Verleihstart: 03.09.2012 Kaufstart: 25.09.2012 Bei seinem Undercover-Einsatz in einem Waffenschieberring deckt der schwedische Geheimagent Carl Hamilton Zusammenhänge auf, die so manchem Regierungsmitglied alles andere als lieb sind.

​/* Spoiler - Interpretation - Handlung und Ende */

​Anfangs schockiert der Film. Die Trockenheit, mit der er seine Freundin aus Versehen tötet, ist man nicht gewohnt. Doch die Kaltschnäutzigkeit mit der zunächst die Spuren beseitigt scheint gewollt. Hier wird ein Mensch dargestellt, der auf eine bestimmt Art wie eine Maschine funktioniert. Planvoll und logisch.

Die Handlung macht absolut Sinn: der "Verräter" ist eine Gefahr für die Sicherheitsfirma geworden. Er deutet an, dass die Ministerin eingeweiht wurde. Deshalb muss sie einem "Anschlag" zum Opfer fallen, der gleichzeitig die Terrorangst schürt und damit der Sicherheitsfirma (hat da jemand an "Blackwater" gedacht?) wieder gute Geschäfte beschert.​

Lecker Essen in Stuttgart (Floating Market)

Einfach mal wieder thailändisch essen gehen - mal was anderes essen als beim "üblichen Chinesen" - das kann man hier.

Schönes Ambiente verbindet sich mich freundlicher Bedienung und klasse Mampf. Billig ist das Vergnügen zwar nicht, aber wer bereit ist, etwa 40 Euro pro Person für eine Mahlzeit mit Vorspeise, Hauptgericht, Nachspeise und Hauptgericht auszugeben, sollte mal vorbeischauen.

Meine Empfehlungen:

    • vorher reservieren
    • "scharf" bedeutet "wirklich scharf"​
    • Das Hauptgericht ist kleiner als ihr denkt (für Otto-Normalesser)​

    Zur Homepage: Floating Market

    Filmkritik: "Mann tut, was Mann kann"

    Eine leicht schräge Beziehungskomödie aus Deutschen Landen, die es schafft, locker zu unterhalten ohne in die Klamotte abzugleiten.​

    ​Ich fand die Story durchaus erfrischend. Der Film beginnt mit Paul, wie er sich nach einem One-Night-Stand ungesehen aus dem Staub machen will, von ihr erwischt wird und sich (in Erklärungsnotstand) in Peinlichkeiten ergiesst.

    Aber Paul hat ja noch Freunde. Allen voran ein Vierbeiner mit dem er "ohne Verpflichtung" Gassi geht, eine Tierärztin und noch zwei genial schräge Kumpel. Alle irgendwie auf der Suche nach der idealen Partnerschaft.

    Ich will nichts vorwegnehmen. Dieser Film könnt gegen Mitte auch "MännerWG" heissen.​

    Kritisieren muss ich das leicht phantasielose Ende. Summe summarum hat der Film ein "gut" verdeint.​

    Offizieller Deutscher HD-Trailer zu Mann tut was man kann Abonniere uns! : http://www.youtube.com/subscription_center?add_user=moviepilottrailer

    Filmkritik: "Space Soldiers"

    "Spare, spare, Filme drehe"! Wahrscheinlich waren da Schwaben am Werke, denn so sehen hier die Spezial Effekte aus. Ein Film zum wegwerfen.​

    Es tut mir wirklich leid, dass ich diesen Film nicht länger als 15 Minuten ertragen habe. Der Witz an Scifi sind für mich (auch) die Special Effects und dieser Film punktet in dieser Beziehung einfach nur mit Lächerlichkeit (quasi "Babylon 5" mässig).

    Schon der Weltraum in der ersten Einstellung wirkt komisch. Die Raumschiffe sehen absolut künstlich aus ​(Videospiel Niveau) und man sieht jeder Szene an, dass der Film im Studio vor einem Greenscreen gedreht wurde. 

    Leider führt die SFX Inkompetenz der Beteiligten dazu, dass bei mir so gar keine SciFi Stimmung aufkommen wollte. Ich habe keine Ahnung, um was es in dieser Pixelorgie hätte gehen sollen.​

    Einen Oscar müsste derjenige erhalte, der den Trailer so gekonnt aus diesem Murks gezaubert hat - hier sieht der Film schon wieder kinotauglich aus (nur komisch, warum der Trailer nirgendwo in HD Qualität aufzutreiben war - ich habe da so eine Vermutung...).

    Space Soldiers Der Weltraum. Unendliche Weiten. Unendlicher Terror! In diesem atemlosen, klaustrophobischen SciFi-Actioner von den Machern von SNAKES ON A PLANE kämpfen Sean Patrick Flanery („Der blutige Pfad Gottes") und seine Crew um das Fortbestehen unserer Spezies. Das spannende Weltraum-Abenteuer um die Jagd nach einem geheimnisvollen, todbringenden Chaos-Generator steht ganz in der düsteren Tradition von EVENT HORIZON.

    Filmkritik: "Die Logan Verschwörung"

    Eine sehr gelungenge Melange zubereitet aus der "Bourne Verschwörung" und "Taken".

    ​Ein Ex CIA Mitarbeiter, der für eine Sicherheitsfirma arbeitet, verliert quasi über Nacht alles: Sein Arbeitgeber und seine Kollegen sind plötzlich verschwunden. Was ist passiert?

    Der Film baut zwar am Anfang eine totalen Knäul aus Verwirrung auf, findet gegen Ende aber den rettenden roten Faden, der die Logik zurück bringt.​

    Ich mochte es, wie der Held erst Stück für Stück den Halt verliert und ihn dann durch seine Aktionen aktiv zurückerobert (einen der grossen Stärken auch des ersten Teils von "Taken").

    Wer bei "Taken 2" den Zug enttäuscht verlassen hat, sollte hier zusteigen!

    Ab 05.04.2013 als DVD, Blu-ray und Video on Demand! Spannender Actionthriller mit "The Dark Knight"-Bösewicht Aaron Eckhart in bester Jason Bourne-Manier! Inhalt: Auf den ersten Blick ist Ben Logan (Aaron Eckhart) ein ganz normaler und bei jedermann beliebter Kollege.

    Filmkritik: "Zero Dark Thirty"

    0:30 oder "Zero Dark Thirty" kennzeichnet den Zeitpunkt an dem die Operation zur Tötung Osama Bin Ladins gestartet wurde. Ein spannender Film, der trotz 157 Minuten Laufzeit nicht langweilig wird.

    ​Das Drehbuch baut einen (fiktionalen) roten Faden um die - aus der Nachrichtenlage - bekannten Fakten: Wir begleiten eine Agentin auf ihrem Weg. Sie lernt verschiedene Foltermethoden kennen, beginnt Verhöre zu führen und Fakten zu sammeln. Die Jagd nach Bin Ladin wird ihr Lebensziel.

    Der Film mag an einigen Stellen mit seiner Offenheit schockieren, aber er zelebriert die Gewalt nicht der Gewalt willen. Wenn die Navy Seals noch einmal "nachschiessen", um den Tot des Ziels sicherzustellen, mag uns das wenig heroisch erscheinen - das hat Realität leider manchmal an sich.

    Kein Familienfilm - aber eine klare Empfehlung: Ein Film, den ich "Argo" klar vorziehen würde.​​

    Jetzt im Kino - http://www.facebook.com/zero.dark.DE Trailer 3: http://youtu.be/1uR-Nzqhedo Trailer 2: http://youtu.be/THw0iDJ2qR0 Die Jagd nach Osama bin Laden hielt die Welt mehr als ein Jahrzehnt lang in Atem. Am Ende spürte ein kleines Team von CIA und Navy SEALs den meistgesuchten Terroristen auf. Jeder Aspekt dieser Untersuchung war geheim.

    /* Spoiler */

    ​Mir gefiel das Ende: "Sie" ist vollkommen leer. Sie weiss nicht mehr wohin. Das Ziel ihrer letzten 10 Jahre Arbeit ist erreicht und jetzt sitzt sie allein im Flugzeug.

    Eine DMax Doku fasst die "Operation Geronimo" etwas nüchterner zusammen. Ich würde diese Doku nach dem Film gucken (nicht vorher).

    Filmkritik: "Switch - ein mörderischer Tausch"

    Vielleicht hätte ein Drehbuchtausch den 'Switch umgelegt' und aus diesem Filmchen einen spannenden Psychothriller gemacht. Vielleicht.

    Zum Inhalt. Sophie macht gerade eine richtig schlechte Phase durch. Ein Wohnungstausch scheint die Lösung aller Probleme zu sein. Doch leider erwartet sie ein richtiges böses Erwachen. Im doppelten Wortsinn.

    Die Idee funktioniert so leidlich: Der Film baut auf ganz erträgliche Weise Spannung auf und liefert eine zumindest angedacht plausible Story. Mehr Lästerei nach dem Spoiler. 

    Den Film muss man nicht gesehen haben - denn es gibt wahrlich bessere, die auf der Idee der 'verlorenen Identität' basieren.

     

    /* Spoiler */ 

    Das Drehbuch zieht das Ende dermassen an den Haaren herbei, wie Baron Münchhausen sich selbst aus dem Sumpf.
    Beginnen wir bei der körperlichen Ähnlichkeit. Die ist schon bei zweieigen Zwilligen nicht mehr mit hoher Sicherheit gegeben.
    So geht es dann auch weiter: Ihre Doppelgängerin muss eine Website erstellen, die nur für das Opfer gebaut wurde (und dann vollkommen aus dem Netz verschwindet), einen Termin organisieren mit einer Vertrauten, die dann ebendiese Website empfiehlt (um dann später den "Barschel" in der Badewanne zu machen) und noch einen Typen auf der Parkbank in Frankreich organisieren, der zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sitzt. 
    Bei dem Aufwand hätte sie lieber einen Baseballschläger genommen und hätte sich ins Flugzeug gesetzt.

     

     

     

     

     

     

    Filmkritik: "Argo"

    Hat "Madam President" diesem Film den Oskar mit Recht verliehen. Ich denke nicht. Trotzdem bleibt "Argo" ein spannender unterhaltsamer Actionfilm, der sich wahrlich nicht hinter vielem anderen, was so in die Kinos schwappt, verstecken muss.

    Der Hype um den Film und die Story führt leider dazu, dass die meisten den Hintergrund inzwischen kennen und das Ende des Films somit schon gespoilert wurde. Bei einer "Geschichtsverfilmung" bleibt dies unausweichlich.

    Ben Affleck hat sich hier endlich einemal wieder eine passable Rolle zusammengestrickt. Auch die anderen Schauspieler füllen ihre Rollen perfekt aus.

    ​Ein familientauglicher Actionfilm mit Doku Flair.

    Ergänzung (10.03.2013): Gerade habe ich "Zero Dark Thirty" gesehen und als deutlich intensiver und spannender empfunden. Ich denke, dass ein paar klitzekleine politische Erwägungen bei der Entscheidung zum "besten Film" beteiligt waren....

    Argo (Trailer deutsch / german HD) - Kinostart: 8.11.2012 Basierend auf wahren Ereignissen schildert "Argo" die Ereignisse einer verdeckten Operation zur Rettung von sechs Amerikanern, während der Geiselnahme von Teheran, die am 4. November 1979 ihren Anfang nahm. An diesem Tag erreicht die iranische Revolution ihren Siedepunkt, als militante Studenten die US-amerikanische Botschaft stürmen und 52 Amerikaner als Geisel nehmen.

    Filmkritik: "Movie 43"

    Eine Filmkatastrophe, die vom Suff verblödelt, infantil kichernd durch den Korridor rennt und ihre Zielgruppe sucht. Hier müssen einmal die Fragen gestellt werden, die den Kinogänger wirklich interessieren:

    Wie konnte das passieren? Wer ist für diesen Schwachsinn verantwortlich? Wie kriege ich mein Geld zurück?


    Movie 43 - Ab 24. Januar 2013 im Kino! Mehr Infos unter http://www.facebook.com/movie43.film und http://www.movie43.de Ob es um das erste Date geht, die geheimsten Wünsche, die liebe Familie oder die verhasste Pubertät -- MOVIE 43 lässt wirklich kein Thema aus! Schonungslos werden menschliche Schwächen vorgeführt und erbarmungslos mit Klischees gespielt.

    Serienkritik: "House of Cards"

    Wie ein (weisses) Kartenhaus scheint Franks politische Karriereplanung von einem Moment auf den anderen einzustürzen. Den Job des Aussenministers, der ihm versprochen war,  wird ein anderer bekommen.

    Das trifft den leidenschaftlichen Schachspieler wie ein Schlag ins Gesicht. Noch mehr wurmt Frank sein eigenes Versagen, diese Möglichkeit nicht vorhergesehen zu haben.  Das muss sich ändern und Frank beginnt seine Figuren der Macht auf dem Schachbrett der Politik zu platzieren. Frank spielt ohne Emotion - einzelne Figuren mögen eine zeitlang nützlich sein, andere taugen als Opfer. Und so baut er ein neues Kartenhaus und diesmal geht er vollkommen rücksichtslos vor. Sehr intensiv und sehr empfehlenswert (mehr in den Spoilern nach dem Trailer).

    Weiter zur Kritik der Season 2 geht es hier (Link)....

    Netflix Original Series 'House of Cards.' All 13 episodes arrive February 1, only on Netflix. See more at http://nflx.it/HouseofCards Ruthless and cunning, Congressman Francis Underwood (Oscar® winner Kevin Spacey) and his wife Claire (Robin Wright) stop at nothing to conquer everything. This wicked political drama penetrates the shadowy world of greed, sex, and corruption in modern D.C.

    Die Serie spielt auf mindestens drei Haupthandlungsebenen.  Auf der zweiten Handlungsebene versucht sich Franks Frau - nicht weniger kaltschäutzig als Frank selbst - als Samariterin der "CWI" (Clean Water Initiative). Auch sie opfert bedenklos "Bauern", wenn es ihrem "Spiel" nutzt. Richtig spannend wird es, wenn ihre Ziele mit denen ihres Mannes zu kollidieren drohen.

    Denn die beiden führen eine sehr offene Ehe: Als Frank um ihre Hand anhielt, versprach er ihr nicht die ewige Treue, sondern "...dass es niemals langweilig" wird. Und das leben die beiden auch. In einer sehr ungewöhnlichen Beziehung in der man die beiden nie intim mit einander werden sieht. Das Teilen der Zigarette am Abend scheint das Maximum an Intimität zwischen diesen ungewöhnlichen Individuen zu sein.

    Filmkritik: "Stirb Langsam 5 - heute ist ein guter Tag zum Sterben"

    Bruce Willis kneift zwar die Schweinebacken zusammen, doch auch er kann gegen das belanglose Drehbuch nicht gewinnen. Nach dem grossartigen vierten Teil enttäuscht diese lieblose fünfte Variante sehr. Eigentlich will er ja nur heldenhaft seinen Sohn retten. Aber natürlich kommt es ganz anders. Das Drehbuch an sich stellt sich ja nichtmal wirklich dubbelig an. Die Story hätte aber eher für eine 45 Minuten "Nikita" Folge ausgereicht. Das ist "Stirb langsam" und wir haben Ansprüche - Gell Ihr Schweinebacken (mehr Kritik nach dem Trailer im Spoilerteil)!

    Apropos Ansprüche: Der Film beginnt mit langen Grossaufnahmen und Wackelkamera. Das geht schonmal gar nicht. Da wirds Dir ja schlecht. Die Action danach "geht so". An den Special Effects möchte ich nicht rummeckern; die sind allererste Sahne (vor allem gegen Ende).

    Für mich versagt der Film im Punkt "Selbstironie" (als letzte Rettung) vollkommen: es reicht nicht, sich selbst zu zitieren und auf Bruce Willis´Alter anzuspielen. In "R.E.D." ging es doch auch mit Witz und genialen Ideen ("Hol das Schwein" - fällt mir da spontan ein). Die Szenen mit Bruce und seinem Sohn im löchrigen verbluteten T-Shirt - im Ernst: mehr fällt Euch nicht ein?

    Ausblick:  Schwarzenegger hätte den Film sicher gerettet. Als Bruces´ Sohn wäre er  in eine Szene gehüpft, hätte sein Alter mit Zeitreisen begründet ("Du weisst doch wie das mit den Time-Loops und den Maschinen ist, McLane"), Bruce erschossen und "diesmal stirbst Du schnell" gebrüllt. Und das in den ersten 5 Minuten. Den Film würde ich mir ansehen.

    Schade: die letzten Bruce Willis Filme konnten mich alle nicht mehr überzeugen.


    STIRB LANGSAM - EIN GUTER TAG ZUM STERBEN - Ab Donnerstag, 14. Februar 2013 nur im Kino. http://www.StirbLangsam5-derFilm.de John McClane ist zurück! In STIRB LANGSAM - EIN GUTER TAG ZUM STERBEN schlüpft Bruce Willis wieder in seine Paraderolle als New Yorker Polizist, der zufällig immer zur falschen Zeit am falschen Ort ist.

    /* Spoiler - Kann Gas Radioaktivität abbauen - neutralisieren? */

    Wie hingerotzt war das denn? Sein Sohn (interessant wie ne leere Milchtüte) sitzt in Russland im Gefängnis - ist aber Agent. Ziemlich bescheuert dagegen nett war der "Double Twist" am Ende. Und hier liegt der Hund des Films unter der Erde: Es ist entweder vollkommen belanglos, was da abgeht oder total gaga. In Tschernobyl wurde Uran gestohlen. Wie lange ist das nochmal her?

    So geht es munter weiter: Man sieht die Drehbuchlöcher förmlich auf sich zurasen: da tappst eine kleine Armee in Ganzkörper Schutzanzügen im verseuchten Gebiet herum und Bruce rennt im T-Shirt hinterher. Das Problem wird mit irgendeinem Wundergas gelöst, das die Strahlung abbauen soll. Leute, Leute! Das hat so einen grossen Bullshit Faktor, dass "Transfomrers" dagegen wie eine Dokumentation wirkt. Das tut doch weh im Kopf!

    29C3 Best Ofs - eine Liste meiner favorisierten "Hacker" Talks vom Chaos Computer Congress 2012

    Nur für Geeks? Einige Talks dieses Kongresses kann ich auch "Normalinteressierten" Empfehlen. Hier meine ultimativ subjektive Kurzzusammenfassung: "FNord News Show": Das absolute "Must See". Nicht nur für Geeks - auch Computer Interessierte kommen hier auf Ihre Kosten. Der unterhaltsame Jahresrückblick aus der Sicht von Fefe von Frank Rieger: Link.

    "Security Nightmares": Dieser Talk hat schon einen etwas höherem  Geek Faktor (kein Informatik Studium notwendig). Die IT Sicherheitskatastrophen im vergangen Jahr. Herrlich trocken zusammengefasst von Ron und Frank Rieger. Link

    "How i meet your pointer": Sehr unterhaltsamer Talk über Fuzzing - aber eher was für Programmierer. Link.

    "Open Source Schlüssel und Schlösser": Witzig. Für alle, die noch nicht viel von Lockpicking gehört haben. Auch für den "Einsteiger" (Wortspiel!) erschreckend. Link.

    "Milking the digital Cash Cow": Wer immernoch denkt, kontaktlose Zahlungssystem wären sicher, dem sei dieser Talk empfohlen. Viele Lacher - gut vorgetragen - mittlerer Geek Faktor. Link.

    ... to be updated ... (Stand 31.01.2013)

    Filmkritik: "Flight"

    Ganz netter Denzel Washington Streifen an dem mich so einiges stört. Denzel spielt in diesem Film einen Piloten. Man sieht in aufstehen und Drogen konsumieren. Dann steigt er ins Flugzeug. Die Maschine hat ein kleines ("wir werden alle sterben!") technisches Problem  - aber Denzel rettet einen Grossteil der Passagiere in einer grandiosen (Crash)Notlandung.

    Denzel landet im Krankenhaus, nimmt lustig weiter Drogen und es kommt zu einer Verhandlung. Dies war jetzt kein Spoiler.

    Dieser Film bleibt (nach der Notlandung) relativ Action-frei. Nur für "Geniesser", die Denzels schauspielerische Leistung schätzen möchten, zu empfehlen.


    /* Spoiler - Kritik - Aussage - Rückenflug */

    Ist der Rückenflug überhaupt möglich? Wühlt man in der Wikipedia, so scheint es zumindest plausibel zu sein. Mit Problemen allerdings. Schmierung und Treibstoffzufuhr müssen für diesen Zustand vorgesehen sein. Soweit mein Gedächtnis reicht, wird diesem Umstand im Film sogar entsprochen. Es gibt recht schnell Probleme mit den Motoren. Es gibt einen realen Fall  bei dem das zumindest versucht wurde. Dieser endete aber in einer Katastrophe.

    FLIGHT 2012 Trailer German (OT: Flight) startet am 24. Jan 2013 http://youtube.com/Filme | http://fb.com/KinoCheck Als das Flugzeug des Piloten Whip Whitaker (Denzel Washington) eine Fehlfunktion hat und ein Absturz unausweichlich scheint, manövriert er den Flieger sicher auf den Boden zurück und wird zum gefeierten Helden.

    Nun aber zu meinem Hauptproblem mit dem Streifen: Der Film war nicht spannend. Am Ende des Tages fragte ich mich, was das alles sollte: Der Pilot ist die ganze Zeit überzeugt, dass er der einzige sei, der die Leute retten konnte (das Gegenteil lässt sich nicht beweisen).  Am Ende (vor dem Untersuchungsausschuss) übermannen ihn dann "zu viele" Lügen ("Eine Frage der Ehre"?) .Er sagt die Wahrheit, was ihn ins Gefängnis bringt.

    Aber was wollte uns der Autor mit diesem Film sagen? Unter Drogeneinfluss kommt man auf tolle Ideen (Flugzeug auf den Kopf stellen und weiterfliegen) und rettet Menschenleben? Naivlinge könnten diesen Schluss ziehen - und das passt mir so nicht, denn in Extremsituationen wird die objektive Entscheidungsfähigkeit in Mitleidenschaft gezogen. Fliegen unter Drogen geht gar nicht.

    Filmkritik: "Fire with Fire"

    Ein erträglicher Actionfilm - in dem auch Bruce Willis mitspielt. Ein Feuerwehrmann wird Zeuge eines Verbrechens. Sollte es aussagen, ist sein Leben in Gefahr. So richtig neu klingt das zwar nicht, aber man es aushalten (mehr Kritik diesmal im Spoiler nach dem Trailer).

    Alternativempfehlung aus dem Genre: "Taken" oder "Man on fire".


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    /* Spoiler - gelber Alarm */

    Mit Überraschungen geizt dieser Film wirklich - denn der einigermassen ausgebildete Actionfan sieht beinahe alles kommen:

    - der Titel "Fire with Fire" - hm - ist das symbolisch gemeint?

    - der Held ist Feuerwehrmann und erzählt lang und breit, wie er das Vertrauen der Leute gewinnt, die er retten muss. Das werden wir sicher noch brauchen. Aber wer wird ihm denn durch die (realen oder metaphorischen) Flammen folgen müssen?

    - Er lernt schiessen - also wird er es brauchen.

    ... leider geht es so weiter und weiter. Ein Film für "Actionanfänger", die "Die Hard" noch nicht gesehen haben.

    Filmkritik: "Django unchained"

    An dem Film gibts nichts zu meckern! In Tarantinos possierlichem "Spaghetti Western" - "Südstaatenepos" Django reitet Christoph Walz als pekierlich formulierender Deutscher und Kopfgeldjäger durch Prärie und Wind.

    Über Django selbst stolpert der "umgeschulte"  Zahnarzt nur zufällig und die beiden machen einen Deal. Der Grundstein für eine herrlich makaber-humorige Tragödie ist gelegt.

    Sinnlos - alle Referenzen aufzuzählen, die Tarantino zusammengeschnitten hat. Die "woher-kenne-ich-das Momente" reihen sich endlos aneinander: Das Esel Thema des Soundtracks  stammt beispielsweise aus "Ein Fressen für die Geier"; es folgen Sound-Referenzen auf "Die Grausamen", "Under Fire" und "Mein Name ist Nobody" (inklusive der Pferd-Szene am Ende).

    Quentin liebt das "blutige Ballett" - ironisch übertriebene Schiessereien und weithin spritzendes Blut. Der finale Shootout erinnert ein klein wenig an "Matrix" (die Hallenszene) - nur mit viel viel mehr Blut.

    /* sinnloses Wissen */ Tarantino selbst erwähnte auf der Comicon, dass "Broomhilda Von Shaft" als UrUrUrUrUrGrossmutter der "Shaft" Figur aus den gleichnamigen Filmen angelegt wurde.

    Django Unchained startet am 17. Januar 2013 | Trailer 2: http://youtu.be/YHGbCJgFV5M | http://youtube.com/Filme | http://fb.com/KinoCheck Angesiedelt in den Südstaaten, zwei Jahre vor dem Bürgerkrieg, erzählt DJANGO UNCHAINED die Geschichte von Django, einem Sklaven, dessen brutale Vergangenheit mit seinen Vorbesitzern dazu führt, dass er dem deutschstämmigen Kopfgeldjäger Dr. King Schultz, Auge in Auge gegenübersteht.


    Filmkritik: "Hotel Transilvanien"

    Eine herrliche, animierte Monsterparty voller Seitenhiebe auf die handelsüblichen Popkultur Monster. Der Humor könnte zwar für meinen Geschmack etwas schwärzer sein - dafür bleibt die Komödie absolut familientauglich. Drakula hats echt nicht leicht. Wie jedes Jahr organisiert er zur Geburtstagsfeier seiner Tochter (die gute wird schnuckelige 118) ein Fest, zu dem standesgemäss natürlich nur Monster eingeladen sind. Doch leider verirrt sich ein Mensch in diese Veranstaltung und die "Horror Picture Show" beginnt.

    Was hab ich gelacht. Dieser Film macht einfach nur Spass! Herrlich, wie die Rollen verkehrt wurden: Das "Monster" ist hier eigentlich der Mensch!

    Mehrmals anschauen, dürfte bei diesem Film sicherlich kein Problem sein. In jeder Ecke lauern neue liebenswerte Details und warten darauf, entdeckt zu werden (Der Koch und die Ratatouille Maus/Ratte, der Unsichtbare beim Rasieren usw usw).

    Englische OV empfohlen!


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