Filmkritik: "Prometheus"

Optisch gigantisch - aber Ende doch etwas enttäuschend. Anfangs erinnert der Film stark an 2001 (und das sicherlich nicht zufällig). Er gönnt sich sogar den Schenkelklopfer, den einzig "Wachhabenden" an Board "David" zu nennen. Der noch dazu ein Android ist. Herrlich.

Leider fällt es mir schwer, den Film ohne Spoiler zu kritisieren. Zweifelsfrei funktioniert die CGI und der Soundtrack zu beinahe 100%. Noomi Rapace (Verblendung Verdammnis Vergebung) hat ganz klar das Zeug zur Ripley Wiedergeburt.

Die Story. Naja. Die Menschheit sucht ihren Schöpfer (aka "Prometheus" entsprechend der Sage). Der Planet, auf dem sie landen, scheint aber nicht so freundlich gesonnen zu sein, wie alle denken. Ein Horrortrip beginnt, der mich (von der Story her) aber nicht vollkommen überzeugen konnte. Wir sehen uns nach dem Trailer im Spoilerbereich.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=gCryADcgWCQ

/* Spoiler */

Anfangs faszinierte mich die Unsicherheit, wo im Alien Universum (zeitlich) ich den Film einzuordnen hatte. Später bewunderte ich, die gewollte Antiparallelität zu "Alien I". Hier lässt man die Kontaminierten einmal nicht an Bord (und es geht trotzdem alles schief). Hier entfernt man das Alien aus dem Körper - und wir wissen, wie es enden wird.

Dann fällt man aber von einem Logikloch ins nächste:

Warum kontaminiert David Charlies Drink? Er wurde von seinem Meister aufgefordert, sich mehr anzustrengen. Ich schliesse mich der Interpretation an, dass dies in Davids Logik rechtfertigte, den Menschenversuch durchzuführen. Sofern man ihm unterstellt, keine Emotionen zu haben, folgt er damit nur der Anweisung seines Herrn. Das akzeptiere ich zwar, aber woher wusste David denn überhaupt, dass die Flüssigkeit dergestalt wirken könnte? Man erinnert sich zwar an die Anfangssequenz des Films -  aber das konnte David nicht gesehen haben.

Was sagt David eigentlich zu dem aufgetauten Heini? Movieline hat es herausgefunden. Sinngemäss sagt er: "Dieser Mann möchte nicht sterben und er hofft, dass Du ihm hilfst". Die Antwort war eindeutig. Aber was soll diese ganze Story mit dem "Ewig Leben" Thema überhaupt? Die Militärnutzung in den nachfolgenden(Alien)  Teilen erscheint viel sinnvoller und glaubhafter.

Und am Ende? Mir erschien es eher ungewollte komisch, als die Notfalleinheit auf dem Boden aufplumpste. Wir wussten ja vorher, dass sie verendet werden würde (es wurde ja auch hinreichend deutlich betont, wie autark sie ist).

Das "Vorfinale" mag überraschen, aber nicht befriedigen. Das Finale scheint die Brücke zu Alien zu schliessen. Oder doch nicht?

Die Wikipediaeinträge sprechen von dem urpsrünglichen Plan, ein Prequel zu verfilmen, der dann aufgegeben wurde. Mir will sich nicht erschliessen, warum eigentlich. Das abgesürzte Raumschiff aus "Prometheus" passt doch prima zu dem Wrack aus "Alien I"? Liest man aber genauer nach, handelt es sich eindeutig nicht um die gleichen Örtlichkeiten (siehe Wikipedia zu Alien und Prometheus).

#Detail ON: Zu den Lokalitäten

Die Englische Wikipedia sagt zu "Alien": "Upon receiving a transmission of unknown origin from a nearby planetoid, the ship's computer awakens the crew". Zu Prometheus nennt die selbe Quelle: "... the scientific vessel Prometheus to follow the map to the distant moon LV-223".

Sollten beide Angaben richtig sein, kann der Ort an dem die Nostromo die Aliens entdeckt nicht dem Ort entsprechen, den vorher die Prometheus gefunden hat.

#Detail OFF

Ich fürchte, die Geldgeber wollten sich offenlassen, weiter Folgen zu drehen. So ganz am Ende ist die Story ja noch nicht. Noomi hat sich ja in Trilogien bewährt.

Filmkritik: "Das Bourne Vermächtnis"

Bewertung: ein erträglicher Actionfilm, der sich aber nicht als würdiger Nachfolger der Trilogie qualifiziert. Aus dem Film hätte sich etwas machen lassen. Doch leider dümpelt die Kernhandlung um die Frage, woher der Superagent seine Drogen bekommen kann, nachdem sein "Programm" (und damit auch er) gecancelt wurde (Spoiler nach dem Trailer).

Was für eine Verschwendung an grossartigen Schauspielern!

Der Film langweilt bei einigen zu langen, zu unscharfern Verfolgungsszenen, beleidigt aber nicht die Intelligenz des Zuschauers. Gut geeignet für einen verregneten Sonntag vorm Fernseher, kein "must see".

http://youtu.be/ALjpg7rAlmE

/* Spoiler und Ende */

Jeremy Renner (designierter "Bourne" Nachfolger) macht seine Sache im ersten "Schneedrittel" wirklich grossartig. Schön gelöst, wie er vom "Radar" verschwindet (Wolf sei dank). Sehr gut durchdacht.

Grausig fand ich die "Stadtverfolgungsszene": ER rennt durch die halbe Stadt von Dach zu Dach, SIE stapft ein bisserl rum und beide treffen sich "zufällig" an der gleichen Stelle und er rettet sie. Was für ein Unfug!

Die Ausweis Fälscherszene: Was sollte hier denn angedeutet werden? Etwas Knetmasse, ein Draht und ein Foto-Blitz? Ich könnte mir nur vorstellen, dass mit dieser Ausrüstung die Ausweisblätter verschweist werden sollen. Das könnte funktionieren. Wenn man sich aber beim Drehbuchschreiben, soviele Gedanken um dieses Detail gemacht hat, dann kann man es doch auch richtig zeigen, damit wir die Sache verstehen (so schnell, wie der Film geschnitten ist, hätte das maximal 10 Sekunden des Films gekostet).

Die Labor-Schiess-Szene: Hier hätte man ein bisserl andeuten können, wie sich der Laborleiter verändert, oder wie ihm jemand etwas in den Drink mischt. Diese Szene hat mich sowieso enttäuscht. Sie dient nur dazu, die Ärztin einzuführen. Alle anderen Agenten werden mit der gelben Pille getötet. So eilig war es auch nicht, das Laborpersonal zu beseitigen. Ein Unfall hätte gereicht. Die Ärztin musste aber überleben und so entstand wohl ebendiese unsägliche Sequenz.

Die Selbstmordüberredungsszene: Wieso quatschen sie so lange rum? Der zweite Agent sucht eh schon die Waffe (sie wissen ja, dass sie ein besitzt) - also ist klar, wie sie ihren "Selbstmord" arrangieren wollen. Man will uns also weissmachen, dass diese Organisation, die über eine eigenes Labor verfügt, keine Mittelchen hat, die Lady erst unter Wahrheitsserum zu befragen und sie später einfach "für immer schlafen legen" kann?

Die Verfolgungsjagd am Ende: Viel zu lang. Und völlig uninteressant, da man eh nur verwaschene unscharfe Ausschnitte sieht.

Die Endsequenz - "Achne!" - soll das ein "James Bond Ende" werden?

Filmkritik: "Mein erster Mord" / "Mini´s Frist Time"

Bewertung: Klasse "Femme Fatal" Killerkomödie Mini sammelt erste Male. Und das in jeder Beziehung. Die Situaion eskaliert allerdings als sie gelangweilt ihre Dienste zum ersten mal als "Escort Service" anzubieten und ihr erster Freier sich als ihr Stiefvater herausstellt.

Das Spiel wird interessant als den beiden klar wird, wie grossartig ihre Beziehung ist und es nur einen störenden Faktor in Form ihrer Mutter gibt.

Keine Sorge, die Geschichte wird noch viel verzwickter ;-) Ein klein wenig wurde ich an "Wild Things" (Empfehlung!) erinnert.

http://www.youtube.com/watch?v=1bBa7qB7d60&feature=player_detailpage

Filmkritik: "Dark Shadows"

Bewertung: Leichter "Jonny Depp" Vampir Grusel mit rabenschwarzem "Burton" Humor - sehr gut gelungen! Tim Burton, dessen rabenschwarzen Grusel Humor wir schon von Filmen der Marke "Corpse Bride" kennen, hat mal wieder im Regiestuhl Patz genommen und eine grossartige (Realfilm) Gruselkomödie erschaffen:

Jonny "aber Sie haben von mir gehört" Depp krabbelt als (natürlich) untoter Vampir nach 200 Jahren aus der Kiste, in die ihn eine verschmähte Hexenfreundin versenkt hat ("die ersten 100 Jahre war ich ziemlich sauer auf Dich"). Er trifft in den 1970er Jahren auf das, was von seiner Familie übrig ist und fängt erstmal an aufzuräumen.

Aber ... da gibts ein Problem - jeder weiss es - Hexen altern nicht - no SPOILERS!

Das Aufeinandertreffen der verschiedenen "Zeitkulturen" erlaubt einige grossartig bösartige Anspielungen. Man denke nur an das Goldenen Mistoffelees "M". Was für eine Idee (und ich bin sicher, dass dies auch gut mit der Marketing Abteilung der entsprechenden Firma abgesprochen wurde).

Auch die Bettszene ist absolut grossartig und verdrängt meine bisherige Lieblingsszene aus "Drive Angry" von Platz 1 - der Film bleibt aber einigermassen jugendfrei.

http://www.youtube.com/watch?v=i8AL2qqcnyw&feature=player_detailpage

/* Spoilers RED ALERT */

Das Ende selber fand ich nicht wirklich originell - aber es funktioniert. Seine Freundin zwingt ihn nachzu zum "lebensverlängernden" Biss und wenn sie keine Silberkugel abbekommen haben, machen sie noch heute die Nacht unsicher. Zusammen mit "Frau Doktor" natürlich. Aber auch das sieht man eigentlich kommen.

Filmkritik: "Loft - Tödliche Affären" (2008)

Ein belgischer Film, der er in sich hat: Fünf Kumpel teilen sich ein Loft, um ungestört ihre Frauen hintergehen zu können. Es wird eine Leiche gefunden. Keine Spur deutet auf einen Einbruch hin. Es gibt nur fünf Schlüssel und somit fünf Verdächtige, die sehr ungern die Polizei rufen möchten.

Was jetzt beginnt ist ein gekonntes Verwirrspiel in das der Zuschauer durch den mehrfachen Wechsel der Zeitebenen sehr schnell hineingezogen wird. Ich liebe das grandiose Ende, das auch eine interessante moralische Frage aufwirft (mehr im Spoiler hinter dem Trailer).

Absolut zu empfehlender Thriller der Marke "wer wars?".

(es gibt mindestens einen Remake. Ich würde bei der 2008er Version bleiben).

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=DJBHPQ-QG5k

/* Spoiler - ROTER Alarm */

Die - auf den ersten Blick - einfache Frage: "Wer ist ihr Mörder", wird auf den zweiten Blick viel komplizierter. Faktisch hat Chris sie getötet. Sie war ja trotz des Insulin Schocks noch am Leben. Oder sollte man so argumentieren, dass derjenige, der ursprünglich ihren Mord plante eigentlich die Hauptschuld auf sich geladen hat?

Ich frage einmal andersherum: wer ist denn komplett "unschuldig"? In diesem Film ist keiner der "Herren" irgendwie unschuldig. Nur lässt sich eben nicht alles juristisch verfolgen.

Serien Kritik: "Happy Endings"

Alles hat ein Ende: "Friends", "How i met your mother" und die Hochzeit von Alex und Dave bevor sie wirklich begonnen hat. So beginnt die erste Folge der Serie, die ich hier und heute als den Nachfolger von "How I met your mother" nominieren möchte. Sind wir doch ehrlich - diese Serie ("HIMYM") lief jetzt 7 Staffeln und die Charaktere sind verbraucht. Den Drehbuchautoren fällt nichts Neues mehr ein und sie kommen auf die (jede Serie) tötende Idee, etwas ändern zu müssen. Das heisst meistens "heiraten und/oder Kinder kriegen".

Die Serie konstituiert sich aus 6 Haupthandelnden (im Lebensalterabschnitt "30"). Die Rahmenhandlung (es folgen leichte Spoiler) bestimmen mehrere "Dauerthemen": Da sind Dave und Alex. Alex hat Dave kurz vor dem Ja-Wort verlassen. Aber so richtig lassen können sie nicht voneinander (siehe Rachel und Ross @ "Friends"). Auf der anderen Seite - der "Beziehungs"-Gegenpol - stehen Jane und Brad. Sie sind glücklich verheiratet (siehe Marshall und Lily @ "How I met your mother"). Kleiner Tipp: wenn die beiden (also Jane und Brad) anfangen, Kinder zu kriegen, wird die Serie am Ende sein.

Für eine gute Sitcom fehlern jetzt noch ein bis zwei Singles auf Dauersuche oder zumindest durchgeknallte Aussenseiter  ("Barneys" oder "Phoebes" quasi), die für Chaos und Bewegung sorgen. Hier sind es Max und Penny. Mit Max (der schwule Single-Freund von Dave und Brad) hat man eine weitere Dimension der Beziehungskomödie eingebaut. Penny dagegen wirkt - als dauerhaft "Boyfriend material" Suchende vom Sujet her eher etwas "abgelutscht".

Der Wortwitz (in der OV) ist grossartig. Die Charaktere machen Spass und sind hervorragend besetzt.

Nachdem die Serie wohl einige Zeit im Archiv lag und im April 2011 ausgestrahlt wurde, hat ABC inzwischen verkündet, eine zweite Staffel zu senden.

Der "offizielle" Trailer :

http://www.youtube.com/watch?v=jvZ8BcgWnUo&feature=player_detailpage

Guter Ausschnitt: "How to be a Hipster": Penny hat einen neuen Freund - leider ein Hipster. Penny bekommt von Max Nachhilfe im Punkto Kleidung und Lebenseinstellung.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=exTEep3OxMA

 

Edit: Season 2...

Die Serie verliert etwas. Die Autoren versuchen durch weghalsig abstrakten Unsinn zu punkten: "V-Neck Abhängigkeit" und "Frühjahresstreit" (die Sache mit dem "Bären") - das ist mir zu weit weg. Da hat vielleicht jemand zu viel Seinfeld gesehen. Bei Seinfeld wurde der Wahnsinn aber hauptsächlich mit der Figur des "Kramer" verbunden.

Die "normalen" Folgen der zweiten Staffel sind "anschaubar",

 

 

Filmkritik: "The Cold Light of day"

Ein neuer Bruce Willis! Jetzt mit weniger Bruce als sonst. Zurück zur Story: Will Shaws Familie verschwindet spurlos. Die örtliche Polizei will nicht helfen und es entspinnt sich eine Verschwörung.

Der Film ist ein ganz erträglicher Actionstreifen. Kurz musste ich an "Ronin" denken: "Denn was ist eigentlich in dem Koffer"? Aber die Autoverfolgungsjagden konnten definitiv nicht mit diesem (höchst empfehlenswerten Klassiker) mithalten.

Die Handlung hat mich zwischendurch verwirrt. Vielleicht bin ich schon zu deppert für diese Filme. Mehr in der Spoilerzone hinter dem Trailer.

Ich mochte Henry Cavill in dieser Rolle. Eigentlich kein schlechter Actionfilm. Weder die Handlung noch die Dialoge sind dämlich. Aber - sorry no SPOILERS.

Wer dieses Jahr schon alle Actionfilme gesehen hat, sollte ihn gucken. Wer noch Aufholbedarf hat, sollte sich in meiner "must see!" Kategorie bedienen. Dieser Film ist definitiv nur "ganz ok".

http://www.youtube.com/watch?v=8FGdETDP-eA&feature=player_detailpage

/* Spoiler Zone - meine Einwände */

Mutig. Herr Willis stirbt zuerst. Und das ist auch ein Problem. Man erwartet einen "Bruce Willis" Film und nicht einen Film mit "ein bisschen Bruce". Lasst Willis raus, wenn Ihr ihn nicht den ganzen Film über bezahlen könnt!

Totaler Quatsch: Das Ende. Da flitzen sie alle kreuz und quer durch die Stadt, durch Einbahnstrassen, Treppen runter usw usw. Und dann wird Frau Weaver plötzlich von hinten erschossen. Wo kamen die so schnell her? Keiner wusste, wo die wilde Jagd enden würde. Ein GPS Tracker hätte vielleicht noch als Ausrede herhalten können, wurde aber nicht erwähnt. Da hätte man noch lieber Bruce Willis aus einem Gullideckel auftauchen lassen und ihn mit dem Einzeiler "You won´t be back" (Copyright by me) den tödlichen Schuss abgeben lassen sollen.

Hoher Bullshit Faktor.

Der Rest der Handlung macht Sinn. Aber man muss drüber nachdenken. Und zwar eine Weile. Absolut falsche Zielgruppe. Das ist nicht "Bourne again".

Filmkritik: "Total Recall" (2012)

Gerade im Kino mitangehört:

Nein. Das ist nicht total unrealistisch, Schatz. Der Planet ist kaputt und es gibt eine Verbindung zwischen dem Engländer und "der Kolonie" auf der der Herr Farrell jetzt wohnt. Und die Verbindung geht durch den Erdmittelpunkt. Und in der Kolonie siehts aus wie bei einem "Bladerunner" Revival. Aber da wohnt auch die Frau Beckinsale - des ist die Frau vom Herr Farrell, der schlechte Träume hat und deshalb zu elektronischen Droge greifen will und ...- jetzt käme der Spoiler....

Klinken wir uns der Unterhaltung aus. "Bitte das Physikbuch an der Kasse abgeben" sollte im Vorspann stehen. Wenn wir uns aber an das Original erinnern... Wie war das mit den hervorquellenden Augen, die nachher wieder zurückwandern. Räusper.

Ich habe mich köstlich unterhalten. Der Film beginnt wie Bladrunner, leitet dann in "I-Robot" über und endet wie "Total Recall" - nur nicht ganz soooo kitschig.

Die Effekte würde ich auf 80% des heute Möglichen schätzen (die Tiefe wirkt nicht immer überzeugend). Der Sound ist sehr gut.

Die Mädels und Herr Farrell machen wirklich Spass: Kate darf von Dach zu Dach hüpfen (man könnte meinen, der Regisseur Len Wiseman hätte bei Underworld Regie geführt - verdammt - hat er ja !!!) und später darf sie sich auch noch mit Frau Biel schlagen (während Herr Farrell wieder nur einen "Androiden" abkriegt). Nach den ersten 20 Minuten beschleunigt der Film merklich und ab dann macht er nur noch Spass.

Schöner Popcorn und Bier Streifen! Technisch um Dimensionen besser als das Original. Spoiler hinter dem Trailer.

Trailer for Total Recall starring Colin Farrell and Kate Beckinsale. A factory worker begins to suspect that he's a spy and is unaware which side of the fight he's on. Subscribe http://bit.ly/yVtOkS Watch More of Our Shows! Game Of Thrones Season 3: http://bit.ly/Voaidd The Voice Season 4 http://bit.ly/11Fb8pe Oscars 2013 Videos: http://bit.ly/VIDLNR Spoiler Alert!


/* Spoiler - ROTER Alarm - alles nur ein Traum */

Das Ende dieses Films ist ja sehr eindeutig. Aber was ist jetzt wirklich passiert?

Nachdem er bei Rekall die Injektion gesetzt bekommen hat, wird ja sofort angehalten. Oder sollen wir das nur denken? Ist das der Trick, mit dem Rekall (die Firma) den Kunden nach dem Einschlafen in die "neue Wirklichkeit" überführt? Soll er denken, der "Recall" wurde abgebrochen? Dabei setzt an dieser Stelle schon die "neue Erinnerung ein"?

Wir spulen gedanklich weiter: Die Szene in der er im Erdgeschoss des Gebäudes mit dem Gedanken geimpft wird, dass dies alles doch nur Einbildung sein könnte: Sein Kumpel versucht ihn zu überreden, seine neue Freundin zu erschiessen. Wir sehen seine Frau Lori aufgelöst ängstlich vor der Tür stehen. Nachdem er sich nicht überreden lässt, wird Lori wird zur Rächerin und will ihn töten. Sie hat also nur gespielt und alles ist real ... oder? Ist das also der Beweis, dass die Handlung real ist? Nein. Die Argumentation greift nicht, da Lori (die liebende Frau in der realen Welt) durchaus aus der Projektion (der Traumwelt) verschwunden sein kann, nachdem er beschlossen hatte, in "seiner" Welt zu bleiben.

Spulen wir gedanklich nochmal an den Anfang zu Rekall zurück: Der Rekall Mensch bietet ihm einen "Traum" an, bei dem er als Geheimagent agieren würde - oder auf Wunsch auch als Doppelagent. Was für ein Zufall (?).

Für mich bleibt am Ende (gewollt) offen, was real ist und was nicht. Wenn ich absolut rational argumentieren müsste, würde ich mich für die "alles ist nur ein Traum" Variante entscheiden.

Edit (was mir später einfiel): Auch im Original gibt es einen Hinweis darauf, dass er immer noch in der "Matrix" steckt. Man sieht kurz, wie der "Verkäufer" ihm einen Traum anbietet und auf den Schirmen sieht man Bilder, die er später auch erlebt. Natürlich könnte man die Frage stellen, ob er schon am Anfang des Filmes im Recall "hängt", aber das können wir mangels Referenz nicht beantworten - würde allerdings die grausige Physik des "Falles" glattbügeln (siehe nächster Abschnitt).

Was mich wirklich störte ist die Szene, wo sie an der Aussenhaut der Kapsel rumklettern und sich keiner Gedanken macht, wie das alles funktionieren soll. Wenn da draussen Luft ist, sollte die Plattform stromlinienförmig sein; falls nicht, werden die da draussen ersticken. TOLL!

Jetzt muss ich doch was zur Physik sagen -  warum das alles physikalisch gesehen so unglaublich grausig ist: "Der Fall" - Die Erde hat einen Radius von so gut 6000 km. D.h. der Tunnel wäre so 12000 km lang (er geht nicht direkt durch den Kern - ja ich weiss). - Das Ding bewegt sich im freien Fall auf den Kern zu (an ihm vorbei - wie man in den Schaubildern sieht). Im freien Fall, sind alle Körper "schwerelos" (der Ausdruck ist falsch - man spürt einfach keine Erdanziehungskraft - wer schonmal in einem Freefall Tower sass, wird mir recht geben). - Würde keine Luftreibung wirken, würde das Dingens einfach durch den Mittelpunkt der Strecke durchsausen und dann am anderen Ende immer langsamer werden und stehen bleiben (Pendelbewegung).  Hier müsste eine spürbare Kraft wirken. Auf keinen Fall gibt es im "Kernbereich" eine schwerelose Zone und dann eine Gravitationsumkehr!

Die "Flugzeit" lässt sich übrigens nicht ganz so leicht überprüfen. Wenn das Transportmittel im luftleeren Raum beschleunigt wird, kann man 9,81m/s² als Kraft annehmen. Hier nähert man sich aber dem Erdmittelpunkt. Und somit gelten die normalen Formeln nicht (sie gehen von einer punktförmigen Masse im Mittelpunkt einer Kugel aus). Ich kann nur soviel sagen, dass die Grössenordnung der Reisedauer nicht unmöglich ist.

Wer es nicht glaubt. Die Kollegen von "Kopfball" haben dazu ein Gedankenexperiment gemacht.

Sollte das Gerät einen Antrieb haben, wären einige Probleme von oben beseitigt. Trotzdem müsste der Tunnel bei der Flugzeit luftleer sein und dann kann man nicht während der Fahrt "aussteigen"!

 

Filmkritik: "The Cabin in the Woods"

Endlich einmal ein überraschender intelligenter Horrorthriller! Das Drehbuch stammt neben Drew Goddard von Joss Whedon. Bekannt durch "Firefly", "The Avengers" und "Buffy".

Es ist schwer, den Inhalt wiederzugeben ohne Spoiler zu liefern.

Die Geschichte beginnt wie jede (leidlich bekannte) "Wrong Turn" Variante. Ein Haufen "Post Teenies" fährt in ein abgelegenes Waldstück. Natürlich ist eine Blondine dabei. Whedon spielt hier - wirklich zum Brüllen - mit den Klischees: In jedem (schlechten) Horrorfilm muss eine Blondine die Handlung verzieren. Ich liebe Joss Whedons Detailverliebtheit. Wir erfahren gleich am Anfang, dass Blondie sich gerade die Haare gefärbt hat. Wir atmen auf. Der Spass kann beginnen.

Dass wir uns nicht falsch verstehen. Der Film ist schon nicht wirklich was für Sissy Gucker. Es gibt auch keine Brüller Marke "Zombieland". Die (witzigen) Fiesheiten sind bösartig versteckt.

Gegenüber Totalfilm sagte Whedon sinngemäss: "Auf der einen Seite haben wir versucht herauszufinden, wie wir am meisten Spass haben könnten, auf der anderen haben wir kritisiert, was mir am meisten lieben und auch hassen an Horror Filmen".

Ich will jetzt wirklich nicht mehr verraten. Wer auf (wirklich) spannenden Horror mit intelligenter  Handlung (am Ende macht wirklich alles Sinn) und feiner Satire steht, guckt ihn Euch an!

http://www.youtube.com/watch?v=eXfc12BqFkc&feature=player_detailpage

/* Spoiler "roter Alarm" - wirklich nur weiterlesen, wer ihn schon gesehen hat */

Der running Gag, dass zuallererst die Blondine stirbt, wird hier wirklich genial ironisch umgesetzt. Mit einer Säge. Und habt Ihr es gemerkt: Der Direktor will Blondies nackten Oberkörper sehen. Der Direktor ist Sigourney Weaver. Was für ein grossartiger Cameo Auftritt. Wer sonst hätte hier besser gepasst (ausser vielleicht Morgan Freeman - der passt immer) anstelle der toughen Alien Jägerin, die auch schon Scifi Comedy Erfahrung mit sich bringt.

Die Erklärung der "Zermonie" liess mich grinsen. Quasi wurden an dieser Stelle "posthum" (pun intended) alle bisherigen Teenie Horror Filmchen erklärt: "Zuerst stirbt die Hure am Ende die Jungfrau".

Schön gemacht fand ich auch die Cube Referenz, die nahtlos in "Resident Evil" überführt. Was für eine Idee, einen "Purge System" Knopf zu drücken.

Das Ende ist die einzig konsequente Lösung. Leute, das ist kein Disney Film: Da ist nichts mehr zu retten. Das mit dem Opfer hat nicht geklappt... jetzt rauchen wir erstmal noch eine!

Filmkritik: "TED"

Man könnte glauben, jemand hatte den Ehrgeiz, den guten alten ALF auf FSK 18 aufzubohren und daraus einen Film für die heute Spätpubertierenden zu basteln. Es werden aber garantiert keine Katzen gequält. Ted ist ein Teddy, der lebendig wurde (bitte nicht darüber nachdenken). Er und sein Kumpel sind inwzischen erwachsen ... blabla bla ... und kämpfen sich jetzt durch eine erträglich lustige Beziehungskomödie.

Das Drehbuch an sich gibt nicht wirklich viel her. Den Nachweis kann jeder selbst erbringen: stellt Euch mal an Stelle von ted einen "normalen" Schauspieler vor. Das Resultat wäre eine der üblichen zotigen Sommerkomödien ("leg Dich quasi nicht mit Ted(dy) an") , die schon bei der Premiere im kleinsten Kinosaal versumpfen.

Komisches Moment entsteht vor allem aus der Knuddeligkeit des Teddies - da diese (die Knuddeligkeit)  im krassen Gegensatz zu seinen derben Sprüchen steht. Eine Variante der "Mann im Körper eines Kindes" oder "Frau im Körper eines Mannes" Komödien. Staubtrocken gut (zumindest in der englischen OV) kommen auch einige von Teds Kommentaren. "Wow! Das hat er jetzt nicht wirklich gesagt?". Diese Momente machen einiges wett.

Spätestens aber bei der "Schlägerei im Schalfzimmer" war ich etwas beleidigt. Selbst in der Logik dieses Filmes stellen sich da alle (Fell)Haare auf. Das geht einfach nicht. Die Szene trägt auch rein gar nichts zur Handlung bei. "Lieber Herr Drehbuchautor - weniger ist manchmal mehr!".

Ein haariges nettes Komödchen. Wers etwas derb mag, sollte als Alternative "Verrück nach Mary" in den Player werfen.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=EoIBz7lvBHw

/* Ende und Spoiler - "roter Alarm" */

Die Übersetzung des "Donnersongs" fand ich eher etwas peinlich. Ich würde die englische OV bevorzugen für das volle Erlebnis.

Nicht unerwähnt bleiben soll (wie Catherine Reitman in "Breaking it down" mal wieder sehr unterhaltsam darlegt) Giovanni Ribisi, der als wahnsinniger Entführer einfach nur Lust auf MEHR macht. Grossartig auch wie sich der Film dann am Ende selbst auf die Schippe nimmt - sinngemäss: "Er wurde wegen Entführung eines Teddybären verhaftet und dann freigelassen, weil es zu lächerlich klang".

Zu den Flash Gordon Referenzen: es sind zu viele. Viel zu viele. Die meisten aus der Zielgruppe werden den Film sowieso nicht kennen. Er er ist auch - hüstel - grottenschlecht.

Ich bin noch unschlüssig, ob das "Disney" Ende ("er ist tot Jim"... alles weint .. er blinzelt und ist doch nicht tot) phantasielos oder eine Hommage an die gerade genannten Tierfilme sein soll.

Filmkritik: "Alien Trespass"

Die guten  alten SciFi Filme der 60er Jahre wiederbeleben - kann das gut gehen? Der Film spielt bescheuert unterhaltsam mit den Klassikern. Alles passt. Da hat jemand "einfach" mit den Mitteln der 60er und der Kameratechnik von heute einen Film gedreht, der alten Scifi Klassikern nachempfunden ist.

Das genau ist aber auch das Problem. Es kommt nicht wirklich viel Neues ins Spiel. Wer die alten Filme kennt, wird gönnerisch grinsen. Das wars aber auch schon. Wer sich nicht erinnert, wird vielleicht über die "gute alte Zeit" lächeln. Mehr nicht.

Man muss den Aufwand bewundern, mit dem die amerikanische Kleinstadt dieser Epoche ins Detail nachgebildet wurde. Das kann ich aber auch im "History Channel" sehen.

Als Scifi Komödie bleibt der Film aber  eher unteres Mittelmass. Hier punktet alternativ "Galaxy Quest" um mehrere Grössenordnungen an Originalität. Oder "im Land der Raketenwürmer" - wenn es etwas trashiger sein darf.

http://www.youtube.com/watch?v=WsZVilANT9k&feature=player_detailpage

Filmkritik: "Der perfekte Mord" (1998)

Steven (Michael Douglas) und Emely (Gwyneth Paltrow) sind ein Paar. Allerdings möchte er sie töten. Aus zwei Gründen. Erstens betrügt sie ihn und zweitens braucht er Geld. Steven schmiedet einen beinahe (perfekten) Plan, seine Frau zu töten. Ich will hier nicht mehr Details verraten. Nein wirklich nicht.

Es macht wirklich Spass Michael Douglas bei der Durchführung seines perfiden Plans zuzusehen. Mir gefiel auch die Liebe zu Details in der Handlung der Konsistenz der Ereignisse (mehr im Spoiler hinter dem Trailer).

Der Trailer verrät leider mal wieder zu viel.

Ein toller Film. Punkt. Genauso empfohlen sei "Ein perfektes Verbrechen" (visuell ambitionierter) und "Mord nach Plan" (mit dem Bösewicht aus "Funny Games US").

http://www.youtube.com/watch?v=qu5Cqo-SzC4&feature=player_detailpage

/* Spoiler "gelber Alarm" */

Vielleicht könnt Ihr Euch an die Szene erinnern (ganz am Anfang): Sie sitzt beim Übersetzen und bemerkt, dass der Redner die gleiche Rede schonmal gehalten hat. Ihre Fähigkeit, Details zu erkennen und zu behalten wird am Schluss von Bedeutung sein.

/* Spoiler "roter Alarm" */

Schön eingefädelt waren die vielen "Mini Twists": wen (!) hat sie eigentlich umgebracht. Wie reisst Steve das Ruder wieder herum, nachdem der erste Plan gescheitert ist? Hier ist auch ein grosser Unterschied zum Film "Ein perfektes Verbrechen" (sehr empfehlenswert!): Der urpsrüngliche (!) Plan muss hier abgeändert werden.

Das Ende der Geschichte hat mir gefallen. Gerade weil es "recht" ruhig verläuft. Der untersuchende Detective wird sie mit ihrer (wahren) Story durchkommen lassen. Sie hatten ja vorher quasi schon gut miteinander kommuniziert. Wobei er signalisierte, dass ihm noch "Steine im Puzzle" fehlten. Die hat sie geliefert. Problem solved.

Am Ende scheitert Steve an zwei Variblen, die er nicht vorausgesehen hat: "Sein" Killer kommt nicht selbst und er legt der Schlüssel sofort zurück. Damit hat Steve nicht gerechnet.

Filmkritik: "Der Lorax"

Seufz. Was ist das denn? Ein Kinder Holzhammer-Öko-Erziehungs-Animationsfilmchen von "Illumination Entertainment" - Den Machern von "Ich einfach unverbesserlich".  Aber auch die Macher von ( Schluck! Der war so dämlich!) "Hop". Schade! Naja, wer "Horton hört ein Who" mochte, wird diesen Film vielleicht auch mögen.

Ich nicht. Sorry Jungs (und Mädels), aber eines muss mal gesagt werden:  Es gibt drei wichtige Regeln, die beinahe für jeden Film gelten:

  1. Singe nicht im Film
  2. Singe nicht im Film
  3. Singe nicht im Film - ausser es muss wirklich sein.

Genehmigte Ausnahmen: "Mamma Mia", der grossartige "Kleine Horrorladen" und selbstverständlich "Blues Brothers" (keine Jahreszahl). Für Kinder erträglich

http://www.youtube.com/watch?v=nBo332tiP1w&feature=player_detailpage

Filmkritik: "Offroad"

Nora Tschirner (grossartig in Zweiohrküken) gibt mal wieder das "naive Mädel" Meike. Ist sie wirklich so naiv? Wir lernen sie kennen als Mitglied im Schützenverein mit Uniform und "Humptata". Konservativer gehts ja wohl nicht. Ihr Job füllt sie nicht aus (wunderbar der sarkastische Offkommentar zum Geschäft ihres Vaters in das sie einsteigen "darf"), da sie sich mit der Herstellung von Grasauffangsäcken wohl nicht so recht identifizieren kann (wer wollte ihr das übel nehmen?).

Ihr Traum ist es, einfach mal "offroad" zu fahren. In der Sahara. Ohne Grenzen und ohne Strassen. Deshalb ersteigert sie beim Zoll einen Jeep, der so gar nicht in das kleindörfliche Ambiente passen möchte (no Spoilers).

Der Jeep enthält aber eine Überraschung. Und der Film entwickelt sich zum "Thrillerle". Ganz nett anzusehen.

Leider hat es dann doch zu wenig kreative Ideen (die Sache mit der Waschmaschine ... mehr davon!), um langanhaltend auf hohem Niveau zu unterhalten... Die "KeinOhr" Serie gefällt mir da deutlich besser!

http://www.youtube.com/watch?v=yrt8HTwTdpY&feature=player_detailpage

Filmkritik: "The Dark Knight rises"

Meiner Meinung nach ist dies die opulenteste Batmanverfilmung aller Zeiten. Und diejenige mit den lanweiligsten und peinlichsten Dialogen (gesehen in Deutsch). Die visuellen Effekte (und Catwoman) überzeugen. Leider nervt das ewig pseudomoralische Geblubber, das die Hauptakteure da von sich geben.

Zudem hat sich bei der Abmischung von Banes´ Stimme und Lautstärke jemand absolut vertan. Sie klingt zu laut und zu blechern. Es gibt Gerüchte, dass die Originalstimme bei (englischen) Probe-Screenings zu unverständlich war.

Die Action des Films wurde genial umgesetzt. Ein Augenschmaus das ist. Aber nach 2 Stunden wirds dann halt irgendwie ermüdend. Zum Ausgleich darf man dann wieder einen sinnstiftenden (hüstel) Dialog erdulden.

Das Ende hat für mich wieder einige Punkte gutgemacht.  Kein Spoiler an dieser Stelle (mehr nach dem Trailer).

Wahrscheinlich werden wir bald einen Catwoman Spinoff sehen. Ich wäre gespannt. Die letzten Versuche waren ja nichts.

Ein Film für diejenigen, die Teil 2 mochten.


/* Spoilerzone - Inkonsistenzen - Botschaft */

Spätestens als die Horde Polizisten auf die,mit Panzern bewaffnete, Horde "Wilder" losstürmt, konnte ich den Film nicht mehr ernst nehmen. Ich suche keinen Realismus in einem derartigen Film, aber irgendwie "in sich" konsistent sollte man schon bleiben:

Die "Bösen" ballern innerhalb einer Strassenschlucht (oder -schlacht)  auf "the Bat" - mit einem Panzer ... und es passiert - nichts! Batman schiesst auf die Bösen und sie sind Geschichte. Und das alles mit Waffen, die ja für beide Seiten aus Batmans Höhle stammen. Man kann hier nicht auf Batmans Überlegenheit verweisen.

Hier staunt der (Waffen)Laie und der Fachmann.

Zum Plot. Höre ich da etwa eine dumpfe Botschaft heraus:

Die Börse wird gestürmt. Banker bewegen sich auf "dünnem Eis". Die Polizei wird eingeschlossen. Aber die "Retter" führen aber noch Schlimmeres im Schilde. Das Böse manifestiert sich, als die Nationalhymne gesungen wird.

Sorry. Das trieft ja schon!

Satire gehört ja eigentlich nicht hier her (sarcasm!)... Aber diese Verarsche ist zu gut:

Bane vs Cable Guy

Serien Kritik: "Suits" (Season 1 / 2)

Hier mal eine "no thrills" Serienkritik: "Suits" ist eine Serie über Anwälte. Langweilig? Gewiss - NICHT!

Der Trailer beginnt mit Mike Ross (Patrick J. Adams). Gesegnet mit einem fotografischen Gedächtnis und "eingearbeitet" (no Spoilers here) in die Materie der Gesetze landet er "aus Versehen" (ich sagte ja "keine Spoiler)" in der Rekruiting Veranstaltung einer Anwalts Kanzlei und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

"Ok - aber was ist daran interessant - schon wieder eine Anwaltsserie?":

Nun - die Serie funktioniert einfach. Und das aus drei Gründen:

  • Die Hauptpersonen erscheinen authentisch und interessant (was für ein langweiliges Wort). Gabriel Macht (Harvey Spencer) brilliert als leicht arroganter, selbstsicherer Erfolgsanwalt. Leider (oder zum Glück - no Spoilers) stellt er Mike  ein.
  • Die Nebenfiguren funktionieren grossartigst. Sarah Rafferty mimt die Chefsekretärin auf eine unglaublich göttliche Art und Weise - halb Domina, halb Seelenklempner. Rick Hoffman - der Kanzlei Bösewicht und Intrigenschmieder (quasi der J.R. in der Kanzlei) - macht wahnsinnig Freude beim Zusehen, Intrigen schmieden und scheitern (oder auch nicht - no Spoilers). Gina Torres ist hier zwar mal ohne Colt und Raumschiff unterwegs. Sie spielt die souveräne Chefin, immer dezent einen Hauch overdressed, deren Aufgabe es ist, den Haufen narzisstischer Egomannen in Schach zu halten. Und Meghan Markle macht einfach nur Spass beim Ansehen.
  • Handlung. Nicht in allen Folgen erscheinen die Verwicklungen des amerikanischen Rechtssystems spannend. Das ist aber nicht weiter tragisch, da die serienübergreifenden "Hintergrundkonflikte" durchaus auch "tragend" sein können.

Man könnte von einer Ähnlichkeit zu "The Good Wife" sprechen. Das möchte ich aber genau vermeiden. Ich behaupte, dass diese Serien sich (für Interessierte) gut ergänzen. Man sollte "Suits" auf jeden Fall vollständig und in der richtigen Reihenfolge sehen. Die Staffel 1 fand ich hervorragend, Staffel 2 ist gerade in USA durchgelaufen - mehr (mit Spoilern!) hinter den Trailern.

USA Network presents a new original series: Suits.

Staffel 2:

Hohe Erwartungen hatte ich ja schon - aber auch die Angst, dass die Charaktere zu schnell in der ersten Staffel "verbrannt" wurden. Die Furcht war unbegründet. In Staffel 2 wird eine neue Figur eingeführt, die das Machtgefüge in der Kanzlei verändern könnte. Ich will nicht mehr verraten. Diese Staffel war mindestens genauso gut wie die erste. Etwas emotionaler zugegeben, aber gewürzt mit einer guten Portion Hinterlist und Intrigen. Klasse!

Achtung - jetzt folgen leichte Spoiler!

Kurz hat mich ein Handlungsstrang an "the good wife" erinnert. Zum Glück bleibt es bei leichten Parallelen. Das Spiel mit der Figur "Donna" hat richtig Spass gemacht. Da waren die Drehbuchautoren einmal mutig - aber nicht zu übermütig. Auch Louis bekommt (zurecht) viel Sende und Dialog-Platz.

Ich bin gespannt, wie sie in Season 3 weitermachen wollen. Alle Figuren hatten ihre grossen Auftritte und Lebenskrisen.

Übrigens: wer (auch) nicht verstanden hat, was die im Soundtrack da singen. Hier ein Video mit Untertiteln....


9-15-11 Lyric Update below. Click 'show more'.A couple of 'Tranny' working girls walking the street. I originally got the lyrics from the closed captioning on the tv show 'Suits' I didn't realize at the time that 'they' didn't want anyone to know what the real words were.There are still some lyrics I'm not sure of; but I'm updating them as I find out.

Filmkritik: "Meeting Evil"

Familienvater John hat gerade seinen Job verloren und sich mit seiner Frau gestritten, da klopft das Böse in Gestalt von Samuel L. Jackson an seine Tür. Ein todbringendes Roadmovie beginnt. Hurra! Endlich mal wieder ein Film, der mich überrascht.

An einigen Stellen wirkt der Film leider etwas billig produziert. Visuell hat er aber Momente, wo ich mir ein "Wow" nicht verkneifen konnte: Wenn Herr Jackson im Halbdunkel auf der Couch sitzt und sich in seinen Augen das zitternde Licht des Unwetters draussen diabolisierend widerspiegelt .... Wow!

Dieser Film wird vielen nicht gefallen. Für die einen wird der Bodycount an Leichen zu hoch sein und für die anderen fliesst dabei nicht genug Blut. Samuel L. Jackson mag in seiner Rolle berechenbar sein, aber freut Euch nicht zu früh. Wir reden nach dem Abspann weiter ..

Wer das pervers böse "Funny Games US" mochte (die "Golfschläger" und "Höflichkeits" Referenz in "Meeting Evil" dürfte deutlich sein), sollte diesen Film schauen.

Spoiler nach dem Trailer.

Subscribe to TRAILERS: http://bit.ly/sxaw6h Meeting Evil Official Trailer #1 - Samuel L. Jackson, Luke Wilson Movie (2012) HD When John Fleton, a depressed suburban family man and recently fired realtor, offers to help a stranger, Richie, with his car, John is sucked into a surreal, nightmarish murder spree that forces him to question everything about his life, his mode of behavior, and the very nature of evil...

Spoiler: Was mir sehr gefiel: Das Ende. Eigentlich beginnt der Horror genau jetzt. Und mehr möchte ich doch nicht verraten ;-)

Edit: Spoiler - diesmal wirklich! Was "er" (der Teufel?) den beiden antut, ist das Schlimmste, was ich mir denken kann. Er lässt zwischen den beiden eine Aussage stehen, mit der sie unmöglich zusammen weiterleben können. Jedes andere Ende wäre billig gewesen.

 

Filmkritik: "Lockout"

Zum Glück sind manche Filme schon auf den ersten Blick so schlecht, dass man keine 2 Stunden seines Lebens opfern muss. "Lockout" konnte ich nur 15 Minuten ertragen. Es beginnt mit einer Verhörszene (wie im Trailer sichtbar). Wir kennen das. Der "Gute" (Guy Pearce) wurde reingelegt. Jaja. Er hat natürlich niemanden umgebracht und wird verhaftet und verhört.

Sorry. Die Verhörszene ist peinlich. Was locker wirken soll, wirkt affig. Herr Pearce bringt leider nicht die Lockerheit eines Stallone oder Schwarzeneggers rüber, denen man abnimmt, noch schlüpfrige Witze zu reissen, wenn sie gefoltert werden.

Danach folgt eine Motoradsequenz, die an schlechtem CGI kaum zu überbieten ist.

Und wir sehen Maggie Grace als Präsidententochter, die sich auf dem Weg zum orbitalen Hochsicherheitsgefängnis befindet, um mit den Gefangenen zu sprechen.

Was soll hier noch Unerwartetes passieren?

"Demolition Man" fällt mir spontan als viel unterhaltsamere Alternative mit ähnlichem Sujet ein.

http://www.youtube.com/watch?v=7lN0saXYqm0&feature=player_detailpage

Filmkritik: "Safe - Todsicher"

"Ein Film mit Jason Statham. Sowas wie <Transporter>. Halt mit Prügeleien und einer Chinesin". So oder ähnlich muss die Anweisung für den Drehbuchautor dieses Machwerks gelautet haben. Dabei sind die zwei Grundideen des Filmes durchaus ausbaufähig:

1. Herr Statham hat Mist gebaut und als Strafe wird jeder umgebracht, mit dem er sich anfreundet. Tolle Idee. Allerdings ist diese Folter in der Praxis für einen handelsüblichen Mafiosi doch eher sehr unpraktisch durchzuführen. Foltern, köpfen und erhängen wäre da einfacher (in dieser Reihenfolge). Aber akzeptieren wir die Idee einfach einmal so wie sie ist.

2. Eine kleine lustige Chinesin wird vorgesellt. Sie kann gut mit Zahlen umgehen (quasi "Rainman" mit Turbo). Das organisierte Verbrechen braucht sie, weil sie im Gegensatz zu Computern keine Spuren hinterlässt. Sie hat alle "Abrechnungen" im Kopf. Aber es gibt halt kein Backup. Und das ist der Fehler an dieser tollen Idee.

Jetzt ist das erste Drittel des Films vorbei. Man hat sich mit obigem Quatsch abgefunden und es will einfach keine interessante Handlung kommen.

Der Film lebt von dämlichen Dialogen: "Schöne Schuhe - Ja und ich will, dass die morgen auch noch da stehen" (aus welchem Western ist der Dialog denn geklaut?) und einer langweiligen Erzählweise (tröpfelnde Handlungen wechselen sich mit Prügeleien ab). Toll.

Wer Transporter noch nicht gesehen hat und einen charmanten prügelnden Statham sehen will, sollte den ersten und zweiten Teil der Trilogie gucken. Wer es gerne richtig überdreht rasant haben will, dem sei "Crank" empfohlen.

http://www.youtube.com/watch?v=939ZpsJB9M0&feature=player_detailpage

Filmkritik: "Ice Age 4 - Voll verschoben"

Dies ist sicher einer der weniger "Charts erobernden" Teile der "Ice Age" Serie. Die erste halbe Stunde erscheint eher träge und erinnert leicht an den zweiten Teil. Ich hatte den Eindruck, dass die Figuren "verbraucht" sind - alle bekannten Charaktere wirken "ausgelutscht" und tragen wenig zur Komik bei. Allein Sids Oma kann wirklich punkten. Sie verkörpert den Anarchismus, den wir früher bei Ice Age so liebten.

Scrat (das Säbelzahneichhörnchen auf der ewigen Suche nach der Nuss) hat einen grossen (einigermassen) witzigen Auftritt am Anfang, seine Endsequenz (no Spoilers) wirkt aber eher "bemüht".

Die Gagdichte passt auch nicht mehr. Die "Fluch der Karibik" Anspielung ist 5 Minuten lang witzig. Aber wenn es eine halbe Stunde geht, nervt´s einfach nur. Da hilft es auch nicht, Mitten im Film eine "Disney" Gesangseinlage einzubauen. Gott ist das peinlich!

Nach der Singerei hat man das Gröbste überstanden. Sids Oma blüht auf und es darf gelacht werden. Verhalten.

Grafisch finde ich das Werk in Ordnung. Wobei der Wal schon arg nach Plastik aussieht.

Ein Film für einen verregneten Sonntag Abend vorm Fernseher. Man muss auch nicht bis zum Ende sitzen bleiben. Nach 2 Minuten Abspann hat man alles gesehen.

http://www.youtube.com/watch?v=G8WH6034BgQ&feature=player_detailpage